Reisegeschäft bietet "Impf-Ferien" in Dubai an

Die Skyline von Dubai (VAE).
Die Skyline von Dubai (VAE).GIUSEPPE CACACE / AFP / picturedesk.com
Die Firma von Stuart McNeill bietet Luxusreisen für sehr Reiche an. Der neueste Coup: Eine dreiwöchige Impf-Reise für Vermögende und "Sparfüchse"

Von Impfskepsis spürt Stuart McNeill nichts, im Gegenteil. Sein "Knightsbridge Circle", der sich auf Luxusreisen für ganz Reiche spezialisiert, hat in wenigen Wochen 2.000 neue Mitgliedschaftsanfragen erhalten. Die Eintrittsgebühr des exklusiven Reisezirkels – es sind offenbar nicht mehr als 50 Mitglieder – liegt bei umgerechnet rund 30.000 Euro pro Jahr. Dafür kriegen sie Exklusivitäten wie etwa ein Mittagessen mit dem Papst.

Der Grund für das erhöhte Interesse: Das Reisebüro für die Superreichen bietet seit Anfang Januar für umgerechnet rund 45.000 Euro dreiwöchige "Impf-Ferien" in Dubai an, Erste-Klasse- Flug, Biontech-Impfung in Privatkliniken und Luxusunterkunft mit Koch und Personal inklusive.

So lässt sich die Zeit zwischen den beiden Spritzen angenehm verbringen. Allerdings richte sich das Angebot nur an Klienten über 65 Jahre oder an Personen mit belegbaren Vorerkrankungen, so McNeill zum "Daily Telegraph".

Auch eine etwas "günstigere" Variante buchbar

Jetzt setzt das Unternehmen noch eins drauf. Für umgerechnet etwas über 12.000 Euro Franken bietet es Impf-Reisen nach Dubai auch Nicht-Mitgliedern über 65 Jahren an. Das Drei-Wochen-Package umfasst aber lediglich die beiden Impfungen, den Transport zu den Impfzentren und vom und zum Flughafen in Dubai. Die internationalen Reisebeschränkungen lassen sich umgehen, solang man das Ganze als Geschäftsreise deklariert.

"Knightsbridge Circle"-Gründer McNeill hat noch mehr vor. Er will Reisen auch anderswo anbieten, etwa in Indien und Madagaskar. "Manche Kunden überlegen, nach Indien zu fliegen, die erste Spritze zu bekommen, nach Madagaskar weiterzufliegen und später für die zweite Spritze wiederzukommen", so McNeill.

Briten läuft die Zeit davon

Der "New York Times" verriet der Brite zudem, dass mehrere Privat-Jet-Firmen sich gemeldet und Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet hätten: Offenbar ging es dabei um Flüge und Transport für die Geimpften des Paketes.

In Großbritannien läuft derweil das nationale Impfprogramm auf Hochtouren. Die Briten impfen derzeit 200 Personen pro Minute, wie das "SRF" schreibt. Drei Viertel der über 80-Jährigen hätten eine erste Impfdosis erhalten, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock. Doch es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Alle 30 Sekunden wird ein Covid-Patient ins Krankenhaus eingeliefert. Die Zahl der Menschen, die in Großbritannien an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, nähert sich der Marke von 100.000.

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