Rund 120.000 Euro erhält Usain Bolt für sein erstes WM-Gold und den 100-Meter-Fabelweltrekord von 9,58 Sekunden. Heute.at hat das kürzeste Leichtathletik-Finale aller Zeiten noch einmal genau unter die Lupe genommen und liefert zahlreiche interessanten Zahlen zum schnellsten Mann der Welt und seinem Rekordlauf.
Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 44,72 Kilometer pro Stunde und nur 41 Schritten sprintete Usain Bolt gestern Abend dem neuen Weltrekord über 100 Meter entgegen. Mit leichter Unterstützung von hinten (0,9 m/s Rückenwind) und einer durchschnittlichen Schrittlänge von 2,43 Metern erreichte der Hüne (1,96 Meter groß) aus der Karibik die Ziellinie in sagenhaften 9,58 Sekunden.
Elf Hundertstel schneller
Unglaublich: Gleich um 11/100 Sekunden blieb der 22-Jährige damit unter seiner Fabelzeit vom Olympiasieg vor genau einem Jahr in China. Noch nie seit Einführung der elektronischen Zeitmessung im Jahr 1968 hat es einen solchen Quantensprung auf der kürzesten Sprintstrecke gegeben.
100-Meter-Weltrekorde
10,60 Sek.
Donald Lippincott/USA
1912
Stockholm
10,20
Jesse Owens/USA
1936
Chicago
10,00
Armin Hary/Deutschland
1960
Zürich
9,95
James Hines/USA
1968
Sacramento
9,92
Carl Lewis/USA
1988
Seoul
9,86
Carl Lewis/USA
1991
Tokio
9,79
Maurice Greene/USA
1999
Athen
9,77
Asafa Powell/Jamaika
2005
Athen
9,74
Asafa Powell/Jamaika
2007
Rieti
9,72
Usain Bolt/Jamaika
2008
New York
9,69
Usain Bolt/Jamaika
2008
Peking
9,58
Usain Bolt/Jamaika
2009
Berlin
Besser beschleunigt
Die Analyse der Zwischenzeiten zeigt, dass Bolt die Grundlage für den Sieg und Weltrekord bereits auf den ersten Metern gelegt hat. Im Vergleich zum Lauf in Peking (0,165 Sekunden) reagierte der 88 Kilogramm schwere Jamaikaner in Berlin beim Start besser (0,146) und war auf seinen traditionell schwächeren ersten 20 Metern in 2,89 Sekunden sogar schneller als der entthronte US-Champion Tyson Gay (2,92). Damit beschleunigen die Sprinter rund doppelt so schnell wie ein gewöhnlicher Kleinwagen.
12.526 Euro pro Sekunde
Auch finanziell lohnte sich der gestrige Abend für den 22-Jährigen: Auf die Laufzeit von 9,58 Sekunden hochgerechnet, verdiente der Leichtathletik-Superstar cirka 12.526 Euro pro Sekunde oder 2.926 Euro pro Schritt.