Religiöser Kicker lehnt Regenbogen-Schleife ab

Mit einer Regenbogen-Schleife am Arm des Kapitäns will Wolfsburg ein Zeichen gegen Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit setzen. Ein Spieler macht da nicht mit.

Beim Vfl Wolfsburg tragen alle Kapitäne ab sofort eine Schleife in den Regenbogenfarben am Arm, von der Bundesligamannschaft hinab bis zur U10 des deutschen Klubs.

"Wir stehen als Verein für eine tolerante Gesellschaft. Daher wollen wir uns nicht nur punktuell gegen Diskriminierung positionieren, sondern über die gesamte Saison und in allen unseren Teams ein deutliches Zeichen setzen und so zeigen, dass wir für Vielfalt stehen", ließ VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke vor dem Saisonauftakt wissen.

Doch nicht alle Wolfsburg-Profis halten das für eine gute Sache. "Ich muss sagen, dass ich nicht vollständig hinter dieser Aktion stehen kann, denn es widerspricht meiner christlichen Überzeugung. Ich bin sehr religiös erzogen worden", erklärte der kroatische Mittelfeldspieler Josip Brekalo. "Wenn jemand eine andere Art zu leben bevorzugt, dann ist das okay für mich, weil das seine Sache ist. Aber ein spezielles Symbol für die Einstellung anderer Leute muss und möchte ich nicht tragen."

Angst vor einer schwierigen Entscheidung, die er nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, braucht der 20-Jährige aber nicht haben. Er kommt schon aus rein sportlichen Gründen nicht als Kapitän in Wolfsburg in Frage.

(Heute Sport)

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