Sport

Remis gegen Iren war Härteprobe für ÖFB-Team

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:00

Das Last-Minute-Remis gegen Irland war ein von Kampf und Spannung geprägtes Spiel. Das bekam auch Zlatko Junuzovic zu spüren. Er zog sich bei einem Zweikampf eine Rissquetschwunde (siehe Foto) zu und musste ausgewechselt werden.

Das war ein von Kampf und Spannung geprägtes Spiel. Das bekam auch Zlatko Junuzovic zu spüren. Er zog sich bei einem Zweikampf eine Rissquetschwunde (siehe Foto) zu und musste ausgewechselt werden.

Die Zuschauer im Dubliner Aviva-Stadium und vor den Fernsehbildschirmen sahen am Dienstagabend ein buchstäblich packendes Spiel. Denn die irischen Gastgeber packten in den Zweikämpfen ordentlich zu. Die antiquierte Bezeichnung Länderkampf trifft wohl eher zu als Länderspiel. Gehässige Fouls waren zwar nicht zu sehen, aber den Gastgebern gelang es gegen Ende der ersten und Anfang der zweiten Hälfte sehr gut, die Österreicher mit schnellem und hartem Spiel zu zermürben.

Ein Wendepunkt in der ersten Hälfte war sicherlich die Verletzung von Junuzovic. "Wir haben gut angefangen und sind auch in Führung gegangen. Dann haben wir ein bisschen nachgelassen, sicher auch durch die Verletzung von Junuzovic", sagte Teamchef Marcel Koller nach dem Spiel. Der Bremen-Legionär, der das 1:0 aufgelegt hatte und das Spiel mustergültig dirigierte, schied nach einem harten Zweikampf mit einer blutenden Rissquetschwunde aus. 

Junuzovic: "Schaut schlimmer aus, als es wirklich ist"

Kurz nach Mitternacht postete Junuzovic ein Bild von der genähten Wunde auf seiner Facebook-Seite und richtete seinen besorgten Fans aus: "Schaut schlimmer aus, als es wirklich ist..., hoffe dass ich schnell wieder fit werde!!"

Nach der Auswechslung von Junuzovic, sein Ersatz Julian Baumgartlinger hinterließ einen hektischen und fehleranfälligen Eindruck, ließ das ÖFB-Team stark nach. Die Iren legten zu und erhöhten den Druck. Emanuel Pogatetz ging im Strafraum zu forsch zu Werke und verursachte einen Elfmeter, der auch verwandelt wurde. Als wäre das nicht schon genug, bekam Österreich dann noch vor der Pause noch ein Tor und konnte das Remis nicht in die Pause retten.

Glasklarer Elfmeter nicht gegeben

In der zweiten Hälfte steigerten sich die Österreicher wieder, doch es fehlte lange das nötige Glück. Die Pfeife des Schiedsrichters blieb nach einem Foul an Pogatetz stumm. Dabei hatte ihn sein Gegenspieler in Rugby-Manier mit den Armen umklammert und zu Boden gerissen.

Tolle Moral

Koller lobte die Moral des ÖFB-Teams, das bis zur letzten Minute kämpfte: "Die Iren waren wie erwartet extrem zweikampfstark, kopfballstark und sind mit viel Wucht in die Partie gegangen. Ich hatte immer das Gefühl, dass die Mannschaft bis zum Schluss an den Ausgleich glaubt. Und das ist auch belohnt worden."

David Alaba, der den erlösenden Ausgleichstreffer erzielte, war erleichtet: "Wir haben uns sehr viel vorgenommen. Jetzt sind wir erleichtert, dass wir etwas mitnehmen dürfen. Wir haben sehr gut begonnen und gut dagegen gehalten, doch mit der Zeit ist es schwierig geworden. Nichtsdestotrotz haben wir im Großen und Ganzen sehr okay gespielt."

Trapattoni: "Lage für beide Mannschaften gleich"

Österreich muss im Juni unbedingt das Heimspiel gegen Schweden gewinnen. Doch auch Irlands Teamchef Giovanni Trapattoni rechnet sich noch Chancen aus: "Es war ein schönes Spiel vor einer tollen Kulisse. Beide Teams haben aggressiv gespielt, Österreich war wie erwartet technisch sehr gut und sehr kreativ. Aber wir hatten mit dem Stangenschuss auch Pech. Die Lage ist für beide Mannschaften gleich, der Weg zur WM ist noch weit."

aj

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