"Remothered: Broken Porcelain" gruselt weit gekonnter

"Remothered: Tormented Fathers" gilt als Horror-Hit, zeigte aber technische Schwächen. Die will der Nachfolger "Broken Pocelain" jetzt ausbügeln.

"Remothered: Tormented Fathers", das zuletzt eine Fassung für Nintendos Hybridkonsole Switch bekam, war ein zweischneidiges Schwert. Im "Heute"-Test lobten wir die Grusel-Atmosphäre, das unerwartete Auftauchen von Gefahren und die tolle Soundkulisse. Technisch schlichen sich aber einige Fauxpas ein: Die Grafik wechselte von messerscharfen Figuren zu matschigen Umgebungen, die Bewegungen der Spielfigur wirkten seltsam starr und die Gegner-Ki zeigte Aussetzer.

Der für den 13. Oktober geplante Nachfolger "Remothered: Broken Porcelain" (PC, PlayStation 4, Xbox One und Nintendo Switch), eigentlich ein Prequel und ein Sequel des Originals zugleich, will die Fehler des Vorgängers nun ausbügeln. "Broken Porcelain" versetzt Spieler ins Ashmann Inn, ein ebenso altes wie gruseliges Anwesen, das von Fallen und geheimnisvollen Bewohnern gespickt sein soll. "Heute" konnte das Horror-Game vorab anspielen.

Grafisch und technisch aufgehübscht

Zwar zeigten die Szenen auf dem Spiel vorab noch einige Texteinblendungen, vieles solle im fertigen Spiel aber in Form echter Videosequenzen umgesetzt werden. Wer "Tormented Fathers" nicht gespielt hat, sollte sich keine Sorgen machen müssen: Die Handlung wird nicht nur tiefgehender, sondern auch linearer als im etwas verschachtelten Vorgänger erzählt. Anspielungen an "Tormented Fathers" für Kenner des Spiels gibt es natürlich auch, Neulinge kommen trotzdem voll auf ihre Kosten. Auch, weil die Handlung des Vorgänger als Zusammenfassung in einer Nachrichtensendung gezeigt wird.

In der Vorschau-Version schlüpften wie in die Schuhe der jungen Jennifer, die Spieler des Vorgängers nur allzu gut kennen werden. Im jahr 1973 versucht die junge Frau, aus dem Ashmann Inn zu entkommen, dabei steuert der Spieler die Figur in den aus dem Vorgänger bekannten Schleich- und Versteckpassagen mit kleineren Rätseln. Allerdings in weit schärferer Grafik, mit intelligenteren Verfolgern, gut gesetzten Schockmomenten und zahlreichen kleineren Videosequenzen. Matschige Grafiken fanden sich in der Preview nicht, und auch die Verfolgungspassagen sind besser gestaltet.

Gegruselt wird von der ersten Sekunde an

Wird die eigene Spielfigur entdeckt, lassen Feinde nicht einfach von ihr ab, weil sie sich hinter dem nächsten Schrank versteckt. Auch können die Gegner uns nun offenbar akustisch besser orten und suchen nicht mehr die Umgebung nach dem Zufallsprinzip ab. Kleinere Schwächen fanden sich trotzdem. So wollte Jennifer etwa partout nicht in einige Durchgänge oder Verstecke gehen, obwohl sie eigentlich locker hineingepasst hätte. Auch die Zahl der sammelbaren Gegenstände dürfte steigen: Konnte man im Vorgänger nur einige wenige Hilfsmittel finden, bot die Vorschauversion gleich mehrere Waffen und Items.

Spekuliert werden kann damit, dass "Broken Porcelain" nicht alleine auf Stealth setzt: In der Preview ging es auch einige wenige Male im Nahkampf ganz schön zur Sache. Etwas politur braucht noch die Steuerung (per Maus und Tastatur). Sie funktioniert geradliniger und einfacher, gerade in dunklen Umgebungen bei der Suche nach Items verschwand aber der Cursor bei der Objektauswahl. Bei Sound und Atmosphäre ist dagegen wieder alles top: Gegruselt wird von der ersten Sekunde an. Die Vorschau verspricht jedenfalls, dass die Entwickler von Stormind Games für das finale Spiel noch eine Schippe Horror drauflegen und dabei gewaltig an der Technik gefeilt haben.

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