Rendi-Wagner: Hier haben Ungeimpfte nichts verloren

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner würde allen Eltern raten, ihre Kinder zu impfen.
SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner würde allen Eltern raten, ihre Kinder zu impfen.Helmut Graf
Dass die SPÖ-Chefin ihre Kinder impfen lässt, ist wenig überraschend. Allen Eltern erklärt sie jetzt, warum sie es ihr gleich machen sollten.

Beim Vorschlägen für Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nahm sich die SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner nie zurück, war sie vom Brotberuf doch zuvor Ärztin und Epidemiologin. Oftmals wurden die Vorschläge nach wochenlangen politischen Kämpfen auch umgesetzt. Dieses ganze Hick-Hack geht ihr aber deutlich zu langsam, wie sie im Sommergespräch der "Kronen Zeitung" sagt.

"Ungeimpfte haben in Clubs nichts verloren!"

Auch die zuletzt angekündigten Maßnahmen kommen deutlich zu spät. "Ich bin jetzt für 1G", stellt Rendi-Wagner klar. Wäre die Impfquote höher, würde das auch auf weniger Widerstand stoßen. Denn diese ist nur so niedrig, weil die Regierung und allen voran der Bundeskanzler bereits mehrmals verkündeten, dass die Pandemie bereits gemeistert sei.

Besser wäre es gewesen, "am Boden der Realität zu bleiben", und nicht, "den Menschen zu sagen, was sie hören wollen". Die geringe Impfbereitschaft sei deswegen direkter "Ausdruck des mangelnden Vertrauens in die Regierung".

Klare Impfempfehlung für Kinder

"Ja, meine Kinder sind geimpft", stellt die Parteichefin klar. Und warum? "Weil ich eine Risikoabwägung gemacht habe, nämlich eine Gegenüberstellung: Ist es gefährlicher zu impfen, oder ist es gefährlicher, nicht zu impfen und schwer zu erkranken?"

Der Unterschied sei eindeutig: "Wenn man infiziert wird, hat man ein ungefähr 14-prozentiges Risiko, eine schwere Erkrankung zu haben, wenn man ungeimpft ist. Wenn man geimpft ist, hat man eine Wahrscheinlichkeit von 0,02 Prozent eine schwere Nebenwirkung nach dieser Impfung zu haben. "

"Das heißt: Die Impfung ist sicher, die Erkrankung ist unsicherer und die Entscheidung ist somit klar. "

Ihre ältere, 14-jährige Tochter sei schon im Sommer geimpft worden, weil sie es kaum erwarten konnte. Die jüngere (zehn-Jährige) kann noch nicht geimpft werden und würde darunter auch leiden. Auch deswegen würde sie eine klare Impfempfehlung für Kinder aussprechen.

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