Die FIFA arbeitet an der Zukunft des Fußballs! Die revolutionären Pläne: die Matches sollen nur noch 60 Minuten dauern, Meckern wird mit Tor-Abzug bestraft.
Brisante Veröffentlichung! Der britischen "Times" liegt ein Strategie-Paper der FIFA vor, in dem mögliche Regel-Änderungen für die Zukunft festgehalten werden. Das International Football Association Board (IFAB) unter der Leitung von David Elleray arbeitete neun Punkte aus, mit denen der Sport in Zukunft revolutioniert werden könnte. Zentrale Punkte: ein Spiel könnte 60 Minuten dauern, Beschwerden beim Schiedsrichter mit einem Tor Abzug bestraft werden. "Heute" kennt die Details:
– Spieldauer: Statt 90 nur noch 60 Minuten. Aber: Die Uhr wird bei jeder Unterbrechung angehalten. Damit würde die Dauer der Partien sogar ansteigen, dafür wird das Zeitspiel eingedämmt.
– Standards: Mehrere Ballberührungen des ausführenden Spielers sind möglich. Der Spieler könnte sich damit den Ball selbst vorlegen oder einfach losdribbeln.
– Ruhender Ball: Bei Standards nicht mehr nötig.
– Abstoß: Der Abtritt darf schon im Strafraum von einem Feldspieler angenommen werden. So soll das Passspiel gefördert werden. Im Jugendbereich wird diese Regeln bereits getestet.
– Rückpässe: Nimmt der Goalie einen Rückpass mit der Hand auf, gibt es Elfmeter statt eines indirekten Freistoß.
– Torraub: Bei einem Handspiel auf der Torlinie soll der Treffer zählen und kein Elfmeter mehr nötig sein.
– Nachschuss: Soll es bei Elfmetern nicht mehr geben.
– Kritik:Bei allzu heftiger Kritik am Schiedsrichter soll der Abzug von Toren und Punkten möglich sein.
– Schlusspfiff: Erfolgt erst dann, wenn der Ball aus dem Spiel ist.
Frage der Umsetzung
Ob und wie das Strategie-Papier umgesetzt wird, ist freilich noch offen. Zunächst wird es in den zuständigen Gremien diskutiert, bei der nächsten Generalversammlung um März 2018 wird darüber abgestimmt. IFAB-Boss Elleray meint: "Die Rückmeldungen sind alle positiv." (gr)