Trotz Milliardengewinnen und voller Auftragsbücher bricht die Aktie des deutschen Rüstungsriesen Rheinmetall ein.
Der Kurs stürzte um rund 16 Prozent ab, nachdem das Unternehmen seine Jahresprognose erneut nach unten korrigieren musste.
Im dritten Quartal legte der Umsatz zwar um 32 Prozent auf 3,15 Milliarden Euro zu. Auch der operative Gewinn stieg um zwei Drittel auf über 1,3 Milliarden Euro.
Trotzdem enttäuschte der Konzern die Anleger.
Wie n-tv berichtet, rechnet Rheinmetall nun nur noch mit einem Jahresumsatz von 13,2 Milliarden Euro statt der bisher angepeilten 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro.
Auch die operative Rendite wird auf etwa 18,5 Prozent statt 19 Prozent sinken.
Grund für die Korrektur sind verschobene Großaufträge. So wird der Milliarden-Euro-Auftrag der Bundeswehr für das Projekt Arminius mit Boxer-Radpanzern später kommen als erwartet. Auch beim Geschäft mit Artilleriemunition gibt es Verzögerungen.
Analysten zeigten sich überrascht von der Senkung so spät im Jahr. Die Aktie hat mittlerweile etwa die Hälfte ihres Wertes seit dem Rekordhoch eingebüßt.
Experten sehen aber Erholungspotenzial, wenn die verschobenen Aufträge 2027 tatsächlich kommen.