Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge setzt sich persönlich für einen Einsatz Riberys im Champions-League-Finale gegen Inter Mailand ein. "Wir werden kämpfen. Das sind wir Franck schuldig", zitiert die Bild-Zeitung Rummenigge. Ribery selbst äußerte sich am Wochenende erstmals zu seiner Lolita-Affäre.
Rummenigge fliegt am Mittwoch zur UEFA-Verhandlung nach Nyon in die Schweiz und wird für eine Aufhebung der Sperre plädieren. Am Samstag hat sich Ribery erstmals zu den Vorwürfen, er habe Sex mit einer Minderjährigen gehabt, geäußert. "Das hat meine Familie verletzt, die mir nahe stehenden Menschen. Das ist alles, was ich dazu sagen möchte", erklärte der Dribbelkünstler im Interview mit dem französischen Sportsender Orange Sport.
Blaues Heiligtum
Die angebliche Affäre mit der damals 17-jährigen Zahia D. könnte aber fatale Folgen für Riberys WM-Einsatz haben. "Das Trikot der französischen Nationalmannschaft ist heilig", hatte Frankreichs Sportstaatssekretärin Rama Yade am Donnerstag erklärt. Sollte ein Ermittlungsverfahren gegen Ribery eingeleitet werden, werde er das Trikot nicht tragen dürfen und "Les Bleus" werden ohne ihn zur WM reisen.
"Ich bin stolz, Franzose zu sein. Wenn ich bei den Bleus bin, bin ich immer glücklich, für mein Land zu spielen. Ich habe mich immer voll eingesetzt. Das ist eine Ehre. Ich will nach Südafrika und die bestmögliche WM spielen", meinte Ribery zu einer möglichen Strafe.