Sport

Ricciardo-Disqualifikation: Verhandlung am 14. April

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:41

Red Bull hat offiziell Berufung gegen die Disqualifikation von Daniel Ricciardo beim Grand Prix von Australien eingelegt. Die Verhandlung startet am 14. April um 9.30 Uhr im FIA-Hauptquartier am Place de la Concorde in Paris. Die Ausgangslage für das Weltmeisterteam ist allerdings schwierig, da man vor dem Rennen alle Warnungen ignorierte.

beim Grand Prix von Australien eingelegt. Die Verhandlung startet am 14. April um 9.30 Uhr im FIA-Hauptquartier am Place de la Concorde in Paris. Die Ausgangslage für das Weltmeisterteam ist allerdings schwierig, da man vor dem Rennen alle Warnungen ignorierte.

, wurde aber nachträglich aus der Wertung genommen. Der Grund war, dass das Messgerät der FIA Alarm schlug: Die maximale Benzindurchflussmenge von maximal 100kg/Stunde wurde mehrfach überschritten. Red Bull argumentiert, dass die Geräte ungenau seien. "Das werden wir beweisen", erklärte Motorsportchef Helmut Marko "Auto Bild Motorsport".

Und Teamchef Christian Horner meint: "Es ist bekannt, dass es mit diesen Sensoren während der Tests schon das ganze Jahr über Probleme gab." Red Bull will anhand der selbstgemessenen Daten beweisen, "dass die Benzinmenge, die in den Motor gelaufen ist, nicht gegen das Reglement verstößt", so Marko. 

Red Bull ignorierte Warnungen

Allerdings hat auch der Weltverband Argumente, die gegen Red Bull sprechen. So wurde das österreichische Team von den Regelhütern nach dem Qualifying, sowie zweimal während des Rennens von den FIA-Regelhütern darauf hingewiesen, dass die Benzindurchflussmenge überschritten wird und man doch den Verbrauch reduzieren solle. Da die Probleme mit dem Sensor bekannt waren, wollte man ein Auge zudrücken, und bei kurzen Überschreitungen wegsehen. 

bekam nach der Qualifikation dieselbe Info, reagierte aber im Gegensatz zu Red Bull auch darauf und drehte den Benzinhahn zurück. "Das hat uns etwa fünf Zehntelsekunden pro Runde gekostet", verriet Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Möglicherweise war Red Bull auch deshalb so stark.

Ecclestone pro Red Bull

Prominente Rückendeckung bekommt Red Bull von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, der im "Daily Mirror" die neuen Benzinregeln kritisiert. Er fordert eine einfachere Regelung: "Diese ganze Regelung erscheint mir wie ein Witz. Wenn du zu viel verbrauchst, dann wirst du halt liegen bleiben - so einfach ist das. Und wenn es nicht so einfach ist, dann sollte es zumindest so sein."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen