Mit einem verdienten 6:0-(2:0)-Heimerfolg über Schlusslicht Wr. Neustadt hat die SV Ried am Samstag in der letzten Bundesligarunde des Jahres einen versöhnlichen Schlusspunkt unter einen schwierigen Herbst gesetzt. Dank Stefan Lainer (21.), Thomas Murg (40.), Clemens Walch (48.), Julius Perstaller (77., 82.) und Patrick Möschl (93.) vergrößerte Ried den Vorsprung auf den SCWN bereits auf 8 Punkte.
Mit einem verdienten 6:0-(2:0)-Heimerfolg über Schlusslicht Wr. Neustadt hat die SV Ried am Samstag in der letzten des Jahres einen versöhnlichen Schlusspunkt unter einen schwierigen Herbst gesetzt. Dank Stefan Lainer (21.), Thomas Murg (40.), Clemens Walch (48.), Julius Perstaller (77., 82.) und Patrick Möschl (93.) vergrößerte Ried den Vorsprung auf den SCWN bereits auf 8 Punkte.
Die achtplatzierten Innviertler präsentierten sich vor 3.000 Zuschauern äußerst spielfreudig und sind gegen den SCWN nunmehr 19 Spiele in Folge unbesiegt. Mit dem vierten vollen Erfolg in den jüngsten sieben Partien stellte man die aufsteigende Form eindrucksvoll unter Beweis: In ebenjener Phase holte die Elf von Oliver Glasner 14 Punkte und damit um fünf mehr als in den 12 Runden davor.
Bei Wr. Neustadt hingegen war von Aufbruchsstimmung keine Spur - sechs Punkten aus den jüngsten drei Partien zum Trotz. Ried dominierte die Partie fast nach Belieben und kam durch Stürmer Thomalla in der 13. Minute auch zur bis dahin besten Chance - Vollnhofer aber parierte. Wenig später war es dann nach einem weiteren Powerplay der Hausherren und einem missglückten Befreiungsversuch des SCWN soweit: Ein herrlicher Lainer-Weitschuss senkte sich über den SCWN-Schlussmann zum 1:0 ins lange Eck (21./1. Bundesligator).
Murg sorgt für Vorentscheidung
Ried, das den Spielaufbau der Neustädter im Keim erstickte, kontrollierte das Geschehen weiter, einziger Torschuss der Gäste blieb ein Versuch Dobras' aus der Ferne direkt in die Arme von "Wikinger"-Schlussmann Gebauer (31.). Sein Pendant Vollnhofer konnte vor der Pause zwar noch einen Pichler-Kopfball aus der Gefahrenzone befördern (39.), das 2:0 gegen den heranlaufenden Murg aus fünf Metern ebenfalls per Kopf aber nicht mehr verhindern (40.) - Lainer lieferte mit einer Maßflanke den Assist.
Und Ried ließ nicht mehr locker. Was Möschl mit seinem Lattenschuss noch versäumt hatte (43.), holte kurz nach Wiederbeginn Walch dank gut getimter Vorlage Thomallas aus Kurzdistanz nach (47.). Das 3:0 sollte sich als Vorentscheidung erweisen. Die Kolvidsson-Truppe war nicht in der Lage, offensiv zuzusetzen - Ex-ÖFB-Stürmer Maierhofer kam überhaupt nicht zur Geltung. Vielmehr sorgten die Hausherren noch mehrmals für Gefahr im gegnerischen Strafraum. Die beste Chance vergab vorerst Walch, der den Ball aus spitzem Winkel aber nicht mehr im Kasten unterbrachte (66.). Joker Perstaller (77., 82.) und Patrick Möschl (93.) erteilten den Gästen im Finish schließlich noch die Höchststrafe.
Die Stimmen und die technischen Daten auf Seite 2:
Oliver Glasner (Ried-Trainer): "Das war eine unserer besten Saisonleistungen. Wir waren von Beginn an enorm konterstark, haben sehr viel Geschwindigkeit ins Spiel nach vorne gebracht, waren griffig und haben immer nachgesetzt. Symptomatisch dafür war das Führungstor. Dieses erste Bundesligator hat sich Stefan Lainer nach seinen überragenden Leistungen im Herbst verdient. Wir sind physisch in einem sehr guten Zustand, doch noch nicht am Zenit. Viele Spieler haben Potenzial zu mehr. Uns war wichtig, einen guten Jahresabschluss zu haben und mit einem Sieg die Fans, die doch einen durchwachsenen Herbst hatten, zu beschenken."
Thomas Gebauer (Ried-Tormann): "Ich hatte nicht viel zu arbeiten. Ab dem 2:0 war die einzige Gefahr, dass wir nachlassen. Das haben wir nicht getan. Das war heute ein Ausrufezeichen. Wir sind jetzt Achter, doch die Tabelle ist relativ eng. Wenn wir besser in die Saison hineingekommen wären, könnten wir vollauf zufrieden sein. Wir müssen immer 100 Prozent arbeiten, nicht wie zuletzt in Graz nur 95 Prozent. Wir wollten heute früh vorne attackieren, den Gegner zu Fehlern zwingen. Das haben wir geschafft. Unser druckvolles Spiel war der Schlüssel zum Erfolg."
Helgi Kolvidsson (Wr. Neustadt-Trainer): "Das war kein schöner Abend für uns. Es ist mir unerklärlich. Wir präsentieren uns derzeit mit zwei Gesichtern - zuhause und auswärts. Auch die Statistik lügt nicht. Mit nur 36 Prozent gewonnenen Zweikämpfen kannst du kein Spiel gewinnen. Es war in allen Belangen zu wenig. Wir standen vom Gegner zu weit weg. Wir sind noch nicht stabil genug."
Stefan Maierhofer (Wr. Neustadt-Stürmer): "Wenn man mit einem Sechserpack nach Hause fährt, ist das extrem bitter. Wir müssen uns die Niederlage selbst ankreiden. Wir haben in der ersten Hälfte versagt und in der zweiten Hälfte noch einmal versagt." Zu seiner möglichen Zukunft in Wr. Neustadt: "Ich gehe jetzt auf Urlaub, nächste Woche gibt es Gespräche mit dem Verein, dann wird man sehen, wie es weitergeht."
SV Ried - SC Wiener Neustadt 6:0 (2:0)
Ried, Keine Sorgen-Arena, 3.000, SR Dintar
Tore: 1:0 (21.) Lainer, 2:0 (40.) Murg, 3:0 (48.) Walch, 4:0 (77.) Perstaller, 5:0 (82.) Perstaller, 6:0 (93.) Möschl
Ried: Gebauer - Janeczek, Trauner, Pichler - Lainer (85. Fröschl), Streker, O. Kragl - Walch (72. Perstaller), Murg (78. Elsneg), Möschl - Thomalla
Wr. Neustadt: Vollnhofer - Ranftl, Mimm, Sereinig, Denner - M. Koch (53. Rauter), O'Brien - Osman Ali (83. T. Kainz), Freitag, Dobras (70. Schöpf) - Maierhofer
Gelbe Karten: Pichler bzw. Freitag, Denner