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Riesen-Netz soll Müll im All einfangen

Weltraummüll muss so schnell wie möglich beseitigt werden, sonst droht der Raumfahrt auf einigen Flugbahnen das Aus, warnen Experten.
Heute Redaktion
14.09.2021, 03:08

Durch Weltraummüll drohen Kollisionen mit Satelliten für Wetterdaten, Handy-Netze und Navigation, auch die Raumstation ISS musste schon mehrere Male ausweichen. Die Zahl der Trümmer nimmt zu, auch weil ausgedientes Material explodiert und es zudem Zusammenstöße der Teile gibt.

Weltraummüll muss so schnell wie möglich beseitigt werden, sonst droht der Raumfahrt auf einigen Flugbahnen das Aus, haben Experten jetzt gewarnt.  "Nur die aktive Beseitigung von fünf bis zehn großen Objekten pro Jahr kann die Zunahme von Weltraumschrott umkehren", so Heiner Klinkrad, Chef für Weltraumtrümmer bei der europäischen Weltraumorganisation Esa in Darmstadt, wo eine internationale Tagung zu Ende ging.

An dem sechsten Treffen nahmen rund 350 Experten teil, mehr als erwartet. Die US-Weltraumbehörde Nasa war per Video zugeschaltet. Die Beseitigung von Weltraummüll sei ein globales Umweltproblem.
Riesen-Netz für Schrott

Einer Idee zufolge sollen ausgediente Himmelskörper per Satellit mit einem riesigen Netz eingefangen und in einen Bereich gebracht werden, wo sie keine Gefahr mehr sind. In erdnahen Bahnen könnten Trümmer kontrolliert zum Absturz gebracht werden. Nach Schätzungen rasen inzwischen über 23 000 Objekte von einer Größe von mehr als zehn Zentimeter mit einem Tempo von durchschnittlich 25 000 Kilometer pro Stunde um die Erde. Gefährlich ist die enorme Geschwindigkeit, auch bei noch kleineren Teilen. "Die Energie, die bei Kollisionen entwickelt wird, ist gigantisch", erklärte Klinkrad.