Dramatische Szenen im Süden Frankreichs: Ein Tornado hat am späten Nachmittag die Gemeinde Pomas am Ausläufer der Pyrenäen getroffen. Wie Nachrichtenagenturen melden, wurden 26 Menschen verletzt, insgesamt waren 100 Häuser betroffen. "Vor allem Dächer seien beschädigt worden", hieß es aus dem Departement Aude.
Am Abend waren 2.800 Haushalte ohne Strom. Mehrere Straßen mussten wegen herabgestürzter Äste gesperrt werden. Rund 100 Feuerwehrleute standen in der Gegend im Einsatz, für Betroffene wurden Notunterkünfte eingerichtet.
Die mitgelieferten Aufnahmen sollen aus dem Dorf Cépie im Departement Aude stammen. Sie zeigen, wie sich der Tornado unter einer dunklen, tief hängenden Gewitterwolke formt. Erst ist ein Trichter in der Wolkenbasis zu erkennen, dann reicht die wirbelnde Säule bis zum Boden.
In weiteren Bildern wächst darunter eine bräunlich-graue Wolke aus aufgewirbeltem Material, während der Tornado über ein Gewerbegebiet und später in der Nähe von Wohnhäusern zu sehen ist.
Auch der Flugverkehr war von den Unwettern betroffen. Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot schrieb auf X von Störungen vor allem in Nizza, Bordeaux, Marseille und Toulouse, aber auch an den Pariser Flughäfen.
Die Intensität des Wirbelsturms in Frankeich sei beachtlich gewesen, schreibt Meteorologe Peter Wölflingseder auf X. Sowas kenne man sonst eher aus den USA: "Ein zerstörerischer Tornado, wie man ihn in Europa auch nicht jeden Tag sieht."
Zum Glück!