Der Präsident der österreichischen Fußball-Bundesliga heißt seit gestern Abend offiziell Hans Rinner. Der Chef von Sturm Graz erhielt auf der 13. Hauptversammlung in Wien 75 von 80 Stimmen. Nur Rapid votierte wie angekündigt gegen den Steirer, der für vier Jahre gewählt wurde und die Nachfolge von Martin Pucher antritt.
Nach seiner Wahl präsentierte sich Rinner als Mann des Konsenses. Der 46-Jährige wünscht sich eine gute Zusammenarbeit mit dem ÖFB und streckte auch die Hand in Richtung Rapid-Präsident Rudolf Edlinger aus. Dieser votierte gegen Rinner, mit Hinweis auf dessen Doppelfunktion als Klub- und Bundesligapräsident.
Kein Problem mit Doppelfunktion
"Ich akzeptiere Edlingers Standpunkt. Aber in Sachfragen sind wir uns näher, als viele glauben", sagte Rinner. "Wenn Personen bei den Vereinen ehrenamtlich die Verantwortung tragen, sollten sie auch im Dachverband die Verantwortung übernehmen", so Rinner über die Doppelfunktion.
"Nicht alles über den Haufen werden"
Der steirische Unternehmer wiederholte seine Ziele für das Amt. "Ich will die Liga nach wirtschaftlichen Kriterien führen und dabei die bestmöglichen Ergebnisse erzielen. Es ist wichtig, die Marke Bundesliga so gut wie möglich zu etablieren und im internationalen Ranking hinaufzuklettern."
Tiefgreifende Reformen sind unter einem Liga-Präsidenten Rinner aber nicht zu erwarten. "Jetzt alles über den Haufen zu werfen, wird den österreichischen Fußball nicht weiterbringen", so der 46-Jährige.
APA/red