Was mit einer harmlosen Werbeeinschaltung begann, endete im Desaster. Kurz nach der Registrierung meldete sich ein angeblicher Finanzberater per WhatsApp. Er versprach hohe, schnelle Gewinne, sprach von sicheren Investments – und traf damit einen 70-jährigen Mann mitten ins Vertrauen.
Innerhalb weniger Tage überwies der Pensionist mehrfach Geld. Als er die versprochene Summe erhalten sollte, wurde noch eine weitere Zahlung gefordert. Am Ende war ein mittlerer sechsstelliger Betrag weg. Die Ermittlungen laufen, teilte die Landespolizeidirektion Burgenland am 18. März mit.
Die Masche ist laut Polizei immer gleich: Es wird mit unrealistisch hohen, angeblich risikofreien Gewinnen geworben. Nach der Anmeldung nehmen die Täter sofort Kontakt auf, bauen Druck auf und drängen zu Einzahlungen. Auf einer professionell wirkenden Plattform werden steigende Gewinne angezeigt – doch diese Zahlen sind frei erfunden. Ein echter Handel findet nicht statt.
Will das Opfer sein Geld zurück, folgen Ausreden, Verzögerungen oder neue Forderungen. Oft verlangen die Betrüger eine erste Einzahlung von rund 250 Euro, danach immer höhere Summen. Seriöse Online-Broker kontaktieren Kunden nicht unaufgefordert und setzen niemanden unter Zeitdruck. Die Polizei warnt daher eindringlich vor spontanen Investments und rät, bei unerwarteten Anrufen oder Nachrichten sofort misstrauisch zu werden.
Wer bereits Geld überwiesen hat, soll umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle erstatten. Wichtig ist, alle Beweise zu sichern: Chatverläufe, E-Mails, Telefonnummern, Webseiten-Links und Screenshots des Benutzerkontos. Auch das verwendete Gerät sollte nach Möglichkeit zur Anzeige mitgebracht werden.