Neue Proben schockieren

Krebs-Alarm: Asbestfunde jetzt auch in Steiermark

Neue Greenpeace-Analysen zeigen hohe Asbestwerte in der Oststeiermark und im Nordburgenland - ÖBB reagieren sofort.
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13.02.2026, 09:04
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Nach erhöhten Messungen im Burgenland zeigen jetzt neue Analysen von Greenpeace, dass stark asbesthaltiges Baumaterial auch in der Oststeiermark und im Nordburgenland verbaut wurde. Bei sechs Proben aus Hartberg und Neudau (Bezirk Hartberg-Fürstenfeld) sowie Winden am See (Bezirk Neusiedl) und Breitenbrunn (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) stellte ein Labor Asbestwerte von mehrheitlich über 50 Prozent fest.

Damit besteht auch an diesen Standorten die Gefahr, dass krebserregende Asbestfasern in die Luft gelangen. Die ÖBB haben laut Greenpeace umgehend reagiert und veranlasst, den Schotter von den betroffenen Bahnsteigen abzudecken und zu entfernen.

Greenpeace-Umweltchemiker Herwig Schuster warnt: „Nun ist mit der Steiermark ein weiteres Bundesland nachweislich vom Asbest-Skandal betroffen. In der Oststeiermark finden sich teils reine Asbeststeine im Bankett neben dem Gehsteig und Rollsplitt direkt auf dem Hauptplatz. Dort gehen tagtäglich Menschen darüber – und tragen die Fasern auf ihren Schuhen dann womöglich in ihre Autos und in ihre Häuser.”

Konkret handelt es sich in der Oststeiermark um Bankett in der Nähe zweier großer Geschäftslokale in Hartberg in der Bahnhofs- bzw. Weidenstraße sowie um Streusplitt vom Hauptplatz in Neudau. Greenpeace sieht bei frei herumliegenden Asbeststeinen sowie bei Streusplitt den dringendsten Handlungsbedarf.

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Im Nordburgenland sind die Bahnhöfe in Breitenbrunn und Winden am See betroffen. Greenpeace informierte die ÖBB vorab über die Testergebnisse. Die ÖBB-Infrastruktur veranlasste daraufhin, die betroffenen Bereiche in beiden Bahnhöfen abzudecken und das belastete Gestein abzutragen und zu entsorgen.

Weniger besorgniserregend fallen die Ergebnisse aus zwei steirischen Steinbrüchen in Preg und Lobming aus. Dort fanden sich mit unter 0,1 Prozent deutlich geringere Asbestwerte als in den burgenländischen Steinbrüchen. Die Proben liegen damit unterhalb des Grenzwertes für die Definition von gefährlichem Abfall. Greenpeace empfiehlt dennoch, die Steinbrüche großflächig zu überprüfen, die Ergebnisse zu veröffentlichen und gegebenenfalls Schutzmaßnahmen zu setzen.

„Das Land Steiermark und das Land Burgenland müssen nun nach dem Vorbild der ÖBB sofort handeln. Der von Greenpeace vorgelegte Aktionsplan gegen Asbestgefahren sollte schnellstmöglich umgesetzt werden. Als dringender erster Schritt muss asbesthaltiges Gesteinsmaterial, insbesondere freie Asbestbrocken und Rollsplitt, von sensiblen Zonen entfernt werden”, sagt Schuster. Zudem müsse erhoben werden, wo überall asbestbelastetes Gesteinsmaterial verwendet wurde. Auch der weitere Einsatz von Asbest-Splitt solle nach dem Vorbild von Niederösterreich gestoppt werden, fordert Greenpeace.

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