19 Jahre lang lenkte Hans Niessl (74) die Geschicke des Burgenlands. Derzeit ist der Präsident von Sport Austria innenpolitisch wieder am Ball. Wie berichtet, denkt der Alt-Landeshauptmann ernsthaft über eine Hofburg-Kandidatur im Jahr 2028 nach. Die positive Resonanz – von Anhängern sämtlicher Parteien – habe ihm "den Rücken gestärkt", wie Niessl gegenüber "Heute" betont.
Die Kritik an seinem Alter lässt er nicht gelten: "Ich bin höchst aktiv, habe bei meiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Bundessportverband mitunter 60-Stunden-Wochen und bin sehr motiviert."
Dass es in der (Babler-)SPÖ auch kritische Stimmen ihm gegenüber gibt, verwundert ihn nicht: "Ich bin in meinen mehr als 30 Jahren in der Politik immer den pragmatischen Weg gegangen und habe versucht, Politik für die Menschen zu machen – das gefällt nicht allen, vor allem nicht Leuten, die eine starke Gesinnungsethik haben. Aber: Ich war sieben Mal bei Wahlen Spitzenkandidat und habe sieben Mal gewonnen."
Niessl tritt für eine Verlängerung des Wehrdienstes ein – und möchte nur als überparteilicher Kandidat antreten: "Dann genießt man eine viel höhere Glaubwürdigkeit."