Arjen Robben hat mit den Bayern so gut wie alles erreicht: Sechs Bundesliga-Meistertitel, vier Pokalsiege, einen Champions-League-Finaltriumph, drei Endspiel-Einzüge, drei Mal Halbfinale. Logisch, dass der 33-Jährige gerne an die letzten Jahre zurückdenkt – und sich Gedanken über die Zukunft macht. In "The Players' Tribune" schreibt der Niederländer einen Text an sein 16-jähriges Ich, in dem er Einblick in seine Gedanken gibt.
Sportlicher Rückschritt
Witzig: Eigentlich war Robben mit seinem Wechsel von Real zu den Bayern nicht zufrieden, sah ihn als sportlichen Rückschritt. "Es ist aber die beste Entscheidung deines Lebens", schreibt er. "Du wirst Teil eines größeren Ganzen bei Bayern sein. Weil sich der Erfolg nicht nur auf dem Platz einstellt, sondern auf allen Ebenen." Die oben angeführte Bilanz gibt ihm Recht – obwohl das verlorenen "Finale dahoam" gegen Chelsea 2012 noch immer an ihm nagt: "Das Drehbuch hätte nicht besser sein können. Außer, dass es in einem Albtraum endet."
Wechsel vor Rücktritt?
Im Jahr darauf merzte er die Scharte aus: 2013 schoss Robben die Bayern zum 2:1-Sieg im Königsliga-Finale gegen Dortmund und zum erstmaligen Triple der Bayern. "Ich spüre noch diesen Hunger, diesen Drang, besser zu werden", verrät er. Erst wenn er dieses Gefühl nicht mehr hat, will er sich mit dem Karriere-Ende beschäftigen. "Oder vielleicht einen letzten kleinen Wechsel vollziehen, in ein weiteres Abenteuer?" (gr)