Für die Entscheidung sorgte Österreichs Nummer drei Jurij Rodionov im entscheidenden letzten Einzel, setzte sich gegen Yoshihito Nishioka mit 5:7, 6:1 und 6:0 durch. Nach dem verlorenen ersten Durchgang trumpfte der Weltranglisten-170. in den Sätzen zwei und drei auf und ließ seinem japanischen Gegenüber, immerhin 131. in der Weltrangliste, keine Chance. Dem Japaner, der eigentlich nur als Ersatzmann geplant war, waren muskuläre Beschwerden anzusehen.
Zuvor war ein Poker von Österreichs Non-Playing-Captain Jürgen Melzer aufgegangen. Der Ex-Spieler hatte sich dazu entschieden, Ofner nach dessen enttäuschender Niederlage am Freitag auf die Ersatzbank zu schicken, stattdessen Lukas Neumayer gegen die japanische Nummer eins Shintaro Mochizuki aufzubieten. Und der überraschte gleich mit einem Zwei-Satz-Sieg. Der Salzburger nahm dem Weltranglisten-115. gleich den Aufschlag zum 3:2 ab, blieb tonangebend und machte Satz eins mit 6:3 in 35 Minuten zu. Satz zwei begann gleich mit einem Traumstart, Neumayer zog auf 2:0 davon, blieb konstant, während sein japanischer Gegner besser in die Partie gekommen war. Der 23-Jährige verwertete seinen zweiten Matchball.
Yosuke Watanuki - Sebastian Ofner 6:3, 6:4
Shintaro Mochizuki - Jurij Rodionov 4:6, 5:7
Yosuke Watanuki/Takeru Yuzuki - Alexander Erler/Lucas Miedler 7:6 (4), 6:7 (8), 6:4
Shintaro Mochizuki - Lukas Neumayer 3:6, 3:6
Yoshihito Nishioka - Jurij Rodionov 7:5, 1:6, 0:6
Österreichs Doppel-Paarung Alexander Erler/Lucas Miedler hatte zuvor einen Drei-Satz-Krimi gegen Yosuke Watanuki/Takeru Yuzuki verloren, obwohl die Österreicher als Favoriten ins Spiel gegangen waren. Japans Doppel setzte sich mit 7:6 (4), 6:7 (8), 6:4 durch. Die ersten beiden Sätze waren äußerst eng verlaufen, jeweils im Tie-Break entschieden worden. Österreichs Duo wehrte in Satz zwei bei 5:6 schon zwei Matchbälle ab, rettete sich in den dritten Durchgang. In dem lag Japan mit Break schon 2:1 in Führung, glichen die Österreicher postwendend aus, ehe die Gastgeber das entscheidende Break zum 4:3 schafften.