- Markus Rogan vor Kurzbahn-WM in Dubai: Lochte ist der Beste - ich bin sein Gegner - Schwimm-Ass über illegales Nachttraining: Einfach herrlich, Türsteher war keiner da
Kein Scherz! Markus Rogan (28) brach Mittwochabend in Wien in ein Hallenbad ein. Es war kein Türsteher da, ich wollte aber trainieren. Dieses Gefühl, im Dunkeln zu schwimmen, war dann unglaublich. Die Frage - ob er Angst hatte, dabei erwischt zu werden - kostete dem 30-fachen Medaillengewinner (elf Mal Gold) ein Grinsen: Im Wasser bin ich zu schnell für die Polizei.
Donnerstagfrüh tauchte Rogan dann im Hütteldorfer Bad wieder auf. Vor 50 Journalisten. Der Grund: 15 Monate nachdem ihn Geldgeber Raiffeisen wegen der Prügel-Affäre in Rom abservierte, steigt Ströck als neuer Sponsor ein. Früh aufstehen, hart arbeiten. Schwimmen ist simpel - so wie Brot backen, fiel Rogan dazu ein. Genau so wird sein 600-Tage-Countdown zu Olympia 2012 ausschauen. Ich schwimme 50 km die Woche, mache dazu fünf Stunden Krafttraining mehr als früher, verrät Rogan, der in Los Angeles am Ocean Drive trainiert, aber in einer kaum möblierten WG lebt. Hauptsache, ich habe ein Bett.
Bereits nächste Woche (15.12.) greift Rogan bei der WM in Dubai (VAE) an. Es gibt keine Ausreden mehr, stellt er klar. Lochte ist der beste Schwimmer der Welt - noch stärker als Phelps. Über 200 m Lagen kann er den Weltrekord knacken. Aber wenn ich mein Traumrennen schwimme, kann ich mit ihm mithalten. Martin Huber