Markus Rogan glaubt, dass Wien gute Chancen hätte die Olympischen Sommerspiele zu bekommen - vor allem dann, wenn er selbst an der Bewerbung mitarbeiten darf. Außerdem sprach Rogan über seine Karriereziele, den Maier-Sager und sein Jahr 2012.
Markus Rogan glaubt, dass Wien gute Chancen hätte die zu bekommen - vor allem dann, wenn er selbst an der Bewerbung mitarbeiten darf. Außerdem sprach Rogan über seine Karriereziele, den Maier-Sager und sein Jahr 2012.
Die gefällt Rogan. Er glaubt, dass sich Österreichs Hauptstadt nicht hinter anderen verstecken braucht. "Wenn Rio das schafft, Mexiko City das schafft und Sotschi das schafft, dann schaffen wir das auch", meinte der Wiener gegenüber "Sky Sport News HD" - natürlich nicht ohne Seitenhieb: "Wenn wir noch einen Zusatzbewerb wie Raunzen einführen, gewinnen wir alles."
"Wenn ich dabei bin, dann wird's was"
Seiner Ansicht nach könnte man die Chancen für eine erfolgreiche Bewerbung sogar noch steigern. "Wenn ich dabei bin, merkt´s euch das, Olympia-Organisatoren, dann wird´s was."
Rogan hätte auch Zeit, sich der Bewerbung zu widmen. Derzeit hat er vom Schwimmen genug, auch ein Karriereende ist nicht ausgeschlossen. "Ich weiß noch nicht, wann das sein wird, aber ich werde 2013 sicher nicht schwimmen. Vielleicht mal später. Talent habe ich ja Gott sei Dank, aber darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht."
Ob er sich bei den Spielen in Rio 2016 nochmal ins Becken wirft? "Ich möchte erstmal meine Ausbildung fertig machen, das wird noch drei Jahre dauern. Da wird Rio ein wenig knapp."
"Ich war in der besten Form meines Lebens"
Auf 2012 blickt der zweifache Olympia-Silberne mit gemischten Gefühlen zurück. "Ich bin super geschwommen. Was mir weh getan hat, war, dass es zwei Mal nicht wahrgenommen wurde. Das erste Mal, weil alle gedacht haben, ich will den Hermann (Maier, Anm.) angreifen und das zweite Mal, weil ich beim wichtigsten Rennen meines Lebens disqualifiziert wurde. Aber damit kann ich leben. Ich war in der besten Form meines Lebens."
"Depperter Richter"
Sein absolutes Highlight war, dass er in London Fahnenträger sein durfte. "Das war der schönste Moment meines Lebens. Ich habe geweint, weil mir klar war, das war der schönste Moment meiner Karriere." In London erlebte er aber auch eine seine schwersten Niederlagen.
"Wie ich gesehen habe, dass ich disqualifiziert bin, noch dazu von dem depperten Richter, der mir selber vorher noch erklärt hat, wie ich wenden soll…noch dazu, dass ich keinen Videobeweis habe, das ist das Grausame am Schwimmsport."
Rogan steht zu Maier-Sager
Zu seinem berühmten Hermann-Maier-Sager () steht er nach wie vor.
"Es ist an diesem Tag nichts passiert. Die Politiker waren brav und die Sportler haben nichts gerissen. Dann sind ein paar Redakteure am Abend in der Redaktion gesessen und haben sich gedacht: Schas, da ist heute nichts passiert. Was hat der Rogan gesagt? Wahrscheinlich hat er eh irgendeinen Blödsinn gesagt. Das werd´ ma schreiben. Und so hat die Geschichte angefangen, mit einer irrsinnigen Dynamik, mit der weder ich oder der Hermann etwas zu tun haben."