Jacques Rogge bleibt für weitere vier Jahre Präsident des Internationalen Olympischen Komitees. Ohne Gegenkandidat wurde der 67-jährige Belgier am Freitagvormittag in Kopenhagen wie erwartet wiedergewählt.
Nach acht Jahren im Amt wird der ehemalige Mediziner aus Gent als wohl letzter Amateur an der Spitze der wichtigsten Sportorganisation der Welt jetzt bis 2013 die Geschicke des IOC leiten.
Peking und Sotschi als Kritikpunkte
In seiner letzten Amtszeit war der ehemalige Olympia-Segler und Rugby-Nationalspieler in die Kritik geraten, weil er die Teilenteignung der Spiele gestattet und den chinesischen Olympia-Machern verbale "Streicheleinheiten" verabreicht hatte. Auch für die Vergabe der Retortenspiele 2014 an Sotschi, an Wladimir Putin und dessen mächtige Oligarchen-Freunde, wurde Rogge verantwortlich gemacht.
Geld und Jugendspiele
Mit steigenden Umsatzzahlen hielt er jedoch seine Kritiker auf Distanz und stellte die olympische Familie zufrieden. Als Dankeschön für die Rekordeinnahmen bekam der smarte Taktiker sogar sein umstrittenstes Projekt durch: Die olympischen Jugendspiele sollen jetzt sein Vermächtnis werden.
APA/red.