Die Vorwürfe sind heftig und schlagen große Wellen: In einem Hotel in Las Vegas soll Cristiano Ronaldo vor neun Jahren eine Frau vergewaltigt haben. Kathryn Mayorga hat in der deutschen Zeitschrift "Spiegel" erstmals Details preisgegeben. Mittlerweile sind auch Videos aufgetaucht, die die beiden kurz vor dem Vorfall tanzend in einem Nachtclub zeigen.
Die Vorwürfe von Mayorga kratzen an Ronaldos Image, das merken nun offenbar auch seine Sponsoren. "Wir sind tief besorgt über die verstörenden Anschuldigungen und wir werden die Situation genau verfolgen", schrieb beispielsweise Nike in einem Statement. Beim Sportartikelhersteller steht Ronaldo schon seit 2003 unter Vertrag. Konsequenzen hat Nike bisher keine angekündigt.
Bisher. Denn die Amerikaner haben schon mit einigen berühmten Athleten eine Zusammenarbeit beendet. Im März 2016 beispielsweise ließ Nike die Russin Maria Scharapowa fallen, weil sie gedopt hatte. Die Tennisspielerin war damals in einem Achtjahresvertrag mit der Marke mit dem Swoosh. Der Sportgigant nahm seinen Entscheid später zurück.
Weniger glimpflich kam Oscar Pistorius davon. Der südafrikanische Leichtathlet, auch bekannt als Blade Runner, weil ihm beide Unterschenkel amputiert wurden, hat 2013 seine Freundin erschossen. Er wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt und wird nicht mehr von Nike gesponsert. Weitere Athleten, die ihren Deal mit Nike verloren, sind unter anderem der Footballer Ray Rice wegen häuslicher Gewalt, der Radfahrer Lance Armstrong wegen Doping und der Boxer Manny Pacquiao wegen homophoben Äußerungen im philippinischen Fernsehen.
Nike ist nicht Ronaldos einziger Sponsor, der sich äußerste. Auch EA Sports, für das der Portugiese derzeit als Coverheld von Fifa 19 posiert. "Wir haben die besorgniserregenden Berichte gelesen, die die Vorwürfe gegen Cristiano Ronaldo detailliert beschreiben. Wir beobachten die Situation genau, weil wir von Cover-Sportlern und Botschaftern erwarten, dass sie sich so verhalten, wie es mit den Werten von EA vereinbar ist", schrieb EA.
Ronaldos Verein Juventus Turin hingegen ist um Zurückhaltung bemüht und hält über Twitter zu seinem Superstar:
(Heute Sport)