Gegen Superstar Cristiano Ronaldo werden schlimme Vorwürfe erhoben. Auf dem Fußball-Platz dient er einer ganzen Generation von jungen Kickern als Vorbild. Abseits des Rasens soll er das genaue Gegenteil sein.
Vor zehn Jahren soll er die Amerikanerin Kathryn Mayorga in Las Vegas vergewaltigt, ihr anschließend Schweigegeld gezahlt haben. Das berichtete der "Spiegel" vor rund eineinhalb Jahren. Jetzt veröffentlichte das Magazin ein Interview mit dem mutmaßlichen Opfer und berichtete von einer Klage gegen das Schweigeabkommen. Der Anwalt der Frau hält dieses für nichtig, geht in Nevada gerichtlich dagegen vor. Seine Klage stützt er auf ein Dokument, in dem Ronaldo zitiert wird: "Sie hat mehrfach Nein und Stopp gesagt."
Ronaldos Anwalt kündigte daraufhin eine Klage gegen den "Spiegel" an, der Bericht wird als "Fake News" abgetan.
Diese Woche wurde von englischen Medien berichtet, dass eine zweite Frau den fünfmaligen Weltfußballer beschuldigen soll, sie sexuell belästigt zu haben.
Eine Frau habe Kontakt zum Londoner Anwalt Leslie Stovall aufgenommen. Der Star-Jurist vertritt bereits die Interessen von Kathryn Mayorga, die den Stürmer von Juventus Turin vor zwei Wochen der Vergewaltigung bezichtigte.
Stovall zur "Daily Mail": "Ich habe einen Anruf von einer Frau bekommen, die behauptet, eine ähnliche Erfahrung gemacht zu haben."
Sponsoren reagieren beunruhigt, die Aktie von Ronaldos Klub Juventus Turin stürzt ab. Freundin Georgina und sein Klub stärken "CR7" den Rücken.
Selbiges tut nun auch Mama Ronaldo mit einem Aufruf im Netz. Dolores Aveiro teilte am Montag eine Fotomontage von Ronaldo, auf der ihr Sohn als Superman dargestellt wird. Aveiro will unter dem Hashtag #justicacr7 – Gerechtigkeit für CR7 – den Negativ-Meldungen entgegenwirken. Sie fordert alle Fans auf, das Bild eine Woche lang auf Facebook an das eigene Profil zu pinnen.
Binnen kurzer Zeit wurde das Bild tausendfach geteilt und kommentiert. Die Glorifizierung Ronaldos sorgt aber auch für viel Kritik. Die schweren Anschuldigungen lassen sich keinesfalls durch eine Superhelden-Montage so einfach vom Tisch wischen.
Für Ronaldo gilt die Unschuldsvermutung.
(Heute Sport)