Zehn Jahre war die Wahl zum Weltfußballer eine einfache Sache: Entweder es wurde Cristiano Ronaldo, oder sein Rivale Lionel Messi. In London war nun aber einiges anders. Erstmals seit Kaka 2007 gibt es einen anderen Gewinner, nämlich den Kroaten Luka Modric. Fühlen sich Ronaldo und Messi gekränkt? Schon möglich, jedenfalls schwänzten sie die Gala in London. Das bringt ihnen viel Kritik ein.
"Das ist eine Respektlosigkeit", meinte etwa Trainer-Ikone Fabio Capello. "Man muss sich bei Sieg und Niederlage gut verhalten." Real-Kapitän Sergio Ramos meint: "Alle Preisträger sollten hier sein." Damit spielt der 32-Jährige darauf an, dass Ronaldo und Messi zwar nicht den "Hauptpreis" abstaubten, aber wie er in die Weltelf nominiert wurden.
Weltfußballer Modric wollte sich die Laune nicht verderben lassen. "Jeder hat seinen Grund, ich werde mich dazu nicht äußern, warum einige nicht gekommen sind. Klar hätte es mir gefallen, wenn sie hier wären. Aber sie sind eben nicht da", meinte der Vize-Weltmeister.
Weniger gelassen geht die Presse in seinem Heimatland damit um. "Ronaldos Ego ist noch größer als seine fußballerische Klasse", schreibt "Sportske Novosti". "Er ist nicht willens, hinter jemandem zurückzustehen und noch weniger willens, zu gratulieren." (heute.at)