Nico Rosberg war nach dem Großen Preis von Malaysia sauer auf Sebastian Vettel und beschwerte sich noch in der Pressekonferenz über ein Manöver des Weltmeisters beim Start. Im Rennen hatte der WM-Leader aber den Red-Bull-Piloten völlig unter Kontrolle.
sauer auf Sebastian Vettel und beschwerte sich noch in der Pressekonferenz über ein Manöver des Weltmeisters beim Start. Im Rennen hatte der WM-Leader aber den Red-Bull-Piloten völlig unter Kontrolle.
"Der Start war nicht so toll und ich war überrascht, als ich Nico rechts von mir gesehen habe", beschrieb Vettel den Start. Der einen Platz hinter ihm gestartete Rosberg kam besser weg und zwischen der Boxenmauer und dem Weltmeister, als es plötzlich eng wurde.
"Dachte, er drückt mich direkt in die Wand"
Denn der Red-Bull-Pilot begann plötzlich nach rechts zu drängen und der Mercedes-Fahrer kam der Mauer immer näher. "Ich dachte, er drückt mich direkt in die Wand, aber er hat noch zurückgezogen. Ich habe die Augen zugemacht und auf das Loch gezielt. Da hätte man nicht mehr viel dazwischen klemmen können", schilderte Rosberg die Schrecksekunde.
In der Pressekonferenz ging er gleich direkt auf Vettel zu und meinte sarkastisch: "Danke dafür!" Der Weltmeister entgegnete: "Mir ging es vergangenes Jahr ähnlich." Damals wurde er von Teamkollege Mark Webber fast gegen die Mauer gedrängt (). Rosbergs Konter: "Das rechtfertigt nicht, es schon wieder zu tun." Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda sieht es nicht so dramatisch: "Da geht es um Zentimeter. Jeder Rennfahrer macht es, in der letzten Sekunde hat Sebastian doch noch Platz gelassen."
Mercedes (noch) außer Reichweite
Während Rennsieger Lewis Hamilton für Vettel im Rennen unantastbar blieb, kam er Rosberg immer näher. "Es sah so aus, als wären wir auf Augenhöhe, aber er hat einen weiteren Gang gefunden", so Vettel. Er kam nie bis auf eine Sekunde an den Mercedes heran, um den DRS-Knopf zu betätigen. Ohne umgeklappten Flügel war Red Bull vom Topspeed her gegen die Silberpfeile auf der Geraden chancenlos.
Vettel erinnert aber an die katastrophalen Wintertests: "Schaut euch doch an, wo wir vor eineinhalb Monaten standen." Und der Weltmeister ließ eine Kampfansage Richtung Mercedes folgen: "Es sieht im Moment so aus, als würden wir größere Schritte machen als sie." Lauda sieht es als Warnsignal: "Man muss wirklich aufpassen, wie schnell die Entwicklung bei Red Bull weitergeht. Ich kann Mercedes und allen anderen nur raten, die Entwicklung genauso voranzutreiben, denn nur dann bleibt man vorne. Sonst sicher nicht."