Nico Rosberg fuhr die schnellste Zeit der beiden Freitagstrainings für den Grand Prix von Bahrain. Force India sorgte nicht mit Leistungen auf der Strecke für Aufmerksamkeit, der indische Rennstall verzichtete aus Angst vor Anschlägen auf die zweite Session.
China-Sieger Rosberg () setzte seinen Erfolgslauf fort. Der Deutsche markierte im zweiten freien Training die Bestzeit. Diese war um rund 0,7 Sekunden schneller als die Bestmarke von Lewis Hamilton in der ersten Session am Vormittag.
Doch der Deutsche weiß, bei den hohen Asphalttemperaturen (über 40 Grad) wird derjenige das Rennen gewinnen, der mit seinen Reifen am besten haushaltet. In China waren die Bedingungen für den "reifenmordenden" Mercedes optimal. "Es ist so schwierig, irgendwelche Vorhersagen bezüglich der Reifenproblematik zu abzugeben. Es wird mit Sicherheit eine schwierige Angelegenheit. Die Frage ist nur, ob es für die anderen Teams genauso schwierig wird", so Rosberg.
Force India verzichtet auf Training
Für den Aufreger am Freitag sorgte Force India. Nachdem am Vortag vier Teammitglieder einem Anschlag mit einem Molotov-Cocktail entkommen waren und bereits zwei Mitarbeiter die Heimreise antraten, entschloss man sich zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Damit alle Teammitglieder vor Einbruch der Dunkelheit im Hotel sind, verzichtete der indische Rennstall auf die Teilnahme bei der zweiten Session.
Lage in Bahrain angespannt
Die Aktion, die laut Bernie Ecclestone "maßlos überzogen" ist, bleibt für das Team ohne Folgen. Am Qualifying und Rennen wird Force India teilnehmen. Nach wie vor ist die Lage in Bahrain angespannt, allerorts kommt es zu Ausschreitungen ().
Die Sicherheitsmaßnahmen wurden drastisch erhöht. Rund um die Rennstrecke wurde ein vom Militär bewachter Sperrgürtel errichtet. Jedes Auto wird durchsucht, mit einem Spiegel wird sogar ein Blick auf den Unterboden geworfen. Dass in dem Land Ruhe eingekehrt sein soll, kann jetzt wohl niemand mehr behaupten.
Red Bull legt zu
Zufriedenstellend verliefen die Sessions für den Austro-Rennstall. Sebastian Vettel verwendete den neuen Auspuff, mit dem Mark Webber in China fuhr, kam aber nicht an den Australier heran. Dennoch reichte es für den Weltmeister zur drittschnellsten Zeit.
Bestzeiten des 2. Trainings:
1. Nico Rosberg (GER) Mercedes 1:32,816 Min.
2. Mark Webber (AUS) Red Bull 1:33,262
3. Sebastian Vettel (GER) Red Bull 1:33,525
4. Lewis Hamilton (GBR) McLaren 1:33,747
5. Michael Schumacher (GER) Mercedes 1:33,862
6. Jenson Button (GBR) McLaren 1:34,246
7. Kamui Kobayashi (JPN) Sauber 1:34,411
8. Fernando Alonso (ESP) Ferrari 1:34,449
9. Romain Grosjean (FRA) Lotus 1:34,615
10. Sergio Perez (MEX) Sauber 1:34,893
11. Daniel Ricciardo (AUS) Toro Rosso 1:34,895
12. Felipe Massa (BRA) Ferrari 1:34,941
13. Kimi Räikkönen (FIN) Lotus 1:35,183
14. Jean-Eric Vergne (FRA) Toro Rosso 1:35,229
Bestzeiten des 1. Trainings:
1. Lewis Hamilton (GBR) McLaren 1:33,572 Min.
2. Sebastian Vettel (GER) Red Bull 1:33,877
3. Paul di Resta (GBR) Force India 1:34,150
4. Nico Rosberg (GER) Mercedes 1:34,249
5. Jenson Button (GBR) McLaren 1:34,277
6. Nico Hülkenberg (GER) Force India 1:34,344
7. Michael Schumacher (GER) Mercedes 1:34,483
8. Mark Webber (AUS) Red Bull 1:34,552
9. Kimi Räikkönen (FIN) Lotus 1:34,609
10. Romain Grosjean (FRA) Lotus 1:34,847
Weiter:
13. Fernando Alonso (ESP) Ferrari 1:35,436
17. Jean-Eric Vergne (FRA) Toro Rosso 1:36,195
20. Daniel Ricciardo (AUS) Toro Rosso 1:36,591