In einem packenden Saison-Finale krönte sich Jorge Lorenzo am Sonntag zum Weltmeister in der MotoGP. Mit dem Sieg in Valencia zog der Spanier noch am Rivalen Valentino Rossi vorbei. Der "Doktor" hat aber bereits einen Schuldigen ausgemacht. Denn Honda-Pilot Marc Marquez hatte seinem Spanischen Landsmann Geleitschutz ins Ziel gegeben.
In einem packenden Saison-Finale . Mit dem Sieg in Valencia zog der Spanier noch am Rivalen Valentino Rossi vorbei. Der "Doktor" hat aber bereits einen Schuldigen ausgemacht. Denn Honda-Pilot Marc Marquez hatte seinem Spanischen Landsmann Geleitschutz ins Ziel gegeben.
Obwohl er wohl schneller fahren hätte können, blieb Marquez hinter Lorenzo zurück, lieferte sich mit dem Yamaha-Piloten keinen echten Kampf um den Sieg. Auch nicht, als die zweite Honda von Dani Pedrosa heranbrauste. Das brachte Rossi, der zur Aufholjagd vom letzten Startplatz geblasen hatte, so richtig auf die Palme. "Das Rennen war blamabel und die letzten Runden schlecht für unseren Sport", wetterte der Yamaha-Pilot.
Vor allem Marquez, mit dem Rossi bereits in Malaysia aneinandergeraten war, nach einem Tritt gegen den Spanier strafversetzt wurde, bekam vom Italiener einiges zu hören: "Er hat sich dazu entschieden, Lorenzo zu beschützen und ihm zu helfen, dass er die WM gewinnt." Vor allem die fehlende Aggressivität des schneller wirkenden Marquez störte Rossi: "Wenn man die Rennen von Marquez angesehen hat, dann weiß man, dass er immer ein Überholmanöver versuchen wird."
Rossi: "Es ist nicht fair"
Dabei warf Rossi einige Fragen auf: "Warum hat Marc Marquez nicht überholt? Warum hat er es in den letzten Runden kein einziges Mal versucht. Dani Pedrosa hat zwei Sekunden pro Runde aufgeholt. Das war die Pace von Lorenzo, nicht von Marquez", urteilte der "Doktor". "Ich denke, die Fans wollten so ein WM-Finale nach einer so spannenden Saison nicht sehen", tritt Rossi noch einmal nach.
"Ich bin bereit, die WM an Jorge Lorenzo zu verlieren, weil er immer sehr schnell ist. Aber auf diese Art und Weise ist es nicht fair", wirkte Rossi gelassen.
Marquez streitet alles ab
"Wenn ich für Lorenzo den Bodyguard gespielt hätte, dann wäre ich fünf oder sechs Sekunden hinter ihm gefahren und wäre nicht das Risiko eingegangen, ihm zu folgen. Wenn ich tatsächlich dieses Ziel gehabt hätte, dann wäre ich zehn Sekunden hinter ihm gefahren", verteidigte sich der entthronte Weltmeister. "Mein Ziel war es, 100 Prozent zu geben und um den Sieg zu kämpfen."