Die lange erwartete Eröffnung der neuen Rotunde im Wiener Prater lässt weiter auf sich warten. Eigentlich sollte das spektakuläre Gebäude bereits vor Jahren seine Türen öffnen. Doch das Projekt kämpft weiterhin mit Verzögerungen.
Der rund 33 Meter hohe Stahlbetonbau soll künftig als Ausstellungsort für riesige analoge 360-Grad-Panoramabilder dienen. Wann Besucher die Attraktion tatsächlich erleben können, bleibt jedoch offen.
Ein wesentlicher Grund für die neuerliche Verschiebung ist die geplante Photovoltaik-Fassade, wie ORF Wien berichtet. Nach Angaben des Betreibers führten technische Weiterentwicklungen bei den Solarsystemen zu zusätzlichen Prüfungen. Die Neuerungen "wurden nochmals eingehend geprüft, um die langfristige Leistungsfähigkeit, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage bestmöglich zu optimieren", sagte Ilona Cardoso Vicente von Panorama Vienna gegenüber dem ORF.
Doch nicht nur die Solarfassade sorgt für Verzögerungen. Laut Betreiber befindet sich das Vorhaben außerdem in "einem komplexen Abstimmungsprozess mit Behörden, Netzbetreibern, Lieferanten und ausführenden Unternehmen".
Die geplante Fassade soll jährlich etwa 600.000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Nur rund ein Viertel davon werde für den Betrieb der Rotunde benötigt, der übrige Strom könne an interessierte Partner weitergegeben werden.
Im Gebäudeinneren sind die Arbeiten dagegen bereits großteils abgeschlossen. "Aktuell erfolgen noch Restarbeiten am rund 15 Meter hohen Treppenturm sowie abschließende Malerarbeiten", erklärte Cardoso Vicente.
Noch im vergangenen Jahr war nach mehreren Terminverschiebungen eine Eröffnung im Juni 2026 in Aussicht gestellt worden. Dieser Zeitplan ist nun nicht mehr haltbar. Einen neuen Termin gibt es derzeit nicht. "Sobald der Baustart der Solarfassade erfolgt ist und die finalen Bauabläufe abgestimmt wurden, kann auch der konkrete Eröffnungstermin kommuniziert werden", sagte Cardoso Vicente.