Das Royal Ascot zählt zu den wichtigsten gesellschaftlichen Ereignissen in Großbritannien. Das berühmte Pferderennen findet heuer vom 16. bis 20. Juni statt und lockt Adelige sowie Prominente aus aller Welt nach Berkshire.
Doch wer dort dabei sein will, muss sich an strenge Regeln halten. Das Event hat einen der härtesten Dresscodes der Welt – und der gilt für alle, auch für König Charles und Königin Camilla.
Wie rtl.de berichtet, sind Hüte für Damen Pflicht und müssen mindestens zehn Zentimeter Durchmesser haben. Kleider oder Röcke müssen das Knie bedecken, Miniröcke sind tabu. Trägerlose Tops, Neckholder oder durchsichtige Stoffe sind verboten.
Die Männer tragen in der exklusiven Royal Enclosure Zylinder zum Frack oder Cutaway. Die Anzüge dürfen nur schwarz, grau oder marineblau sein. Weste und Krawatte sind Pflicht, dazu schwarze elegante Schuhe und Socken, die die Knöchel bedecken.
Die königliche Prozession gehört seit 1825 zum Event dazu. König Georg IV. führte damals die Tradition ein, mit einer Pferdekutsche vom Schloss Windsor zur Rennbahn zu fahren. Bis heute startet jeden Tag um 14 Uhr eine royale Kutschenfahrt.
Der Royal Enclosure ist der exklusivste Bereich der Rennbahn. Wer dort hinein will, muss von zwei berechtigten Mitgliedern gesponsert werden. Die Aufnahmegebühr beträgt 150 Pfund, umgerechnet etwa 170 Euro. Ein Essen dort kostet laut Medienberichten ab 1.700 Euro.
Besonders bekannt sind auch die sogenannten Greencoats – sie sind seit 1744 auf der Rennbahn im Einsatz. Ursprünglich kümmerten sie sich um den Monarchen. Heute begrüßen und betreuen sie die Gäste in ihren unverwechselbaren Samtuniformen.