Rückzieher: KTM-Chef zahlt doch keine Gewinne aus

Stefan Pierer auf einem Archivbild
Stefan Pierer auf einem ArchivbildBild: picturedesk.com

Noch in der Früh verteidigte KTM-Chef Stefan Pierer seine Entscheidung, Dividende auszuzahlen obwohl die Firma in Kurzarbeit ist. Am Nachmittag ist alles anders.

5,8 Millionen Euro an Gewinnen hätte die Pierer Mobility Gruppe (Mutterkonzern von KTM) an seine Aktionäre auszahlen wollen. Der Großteil, mehr als 4 Millionen Euro, wären an den Firmenchef selbst, Stefan Pierer gegangen. Ihm gehören 62,6 Prozent der Aktien.

Rückzieher

Und das, obwohl die Firma Kurzarbeit für alle seine Mitarbeiter in Anspruch nimmt. Pierer verteidigte diese Vorgehensweise noch im Ö1 Morgenjournal am Mittwoch: Die Dividende (Gewinne) stammen aus dem erfolgreichen Jahr 2019, wofür auch 12 Millionen Euro an Mitarbeiterboni geflossen seien.

Wenige Stunden später dann die Kehrtwende. Es werde doch keine Dividende geben, teilte das Unternehmen mit.

Eine Begründung für den Sinneswandel liefert Pierer auch: Die Regierung habe im Kampf gegen Corona schärfere Maßnahmen angekündigt, deshalb habe die Firma die wirtschaftlichen Konsequenzen neu bewertet. Es sei nämlich davon auszugehen, dass der Einzelhandel im Allgemeinen noch länger geschlossen bleibt als bisher angenommen - Pierer Mobility will da das Händlernetz bestmöglich finanziell unterstützen und nimmt dafür die Dividende für das Geschäftsjahr 2019 her.

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