Die Gerüchteküche brodelte in den letzten Tagen gehörig. Shiffrin – dreimalige Olympiasiegerin, achtfache Weltmeisterin, Gewinnerin von bereits fünf großen Kristallkugeln und Siegerin in 109 Weltcuprennen – könnte nach der Saison in die Ski-Pension abschwingen. Die US-Amerikanerin und ihr Verlobter, der Norweger Aleksander Aamodt Kilde, könnten demnach zeitgleich abtreten.
Während Shiffrin höchsterfolgreich unterwegs ist und nach der sechsten großen Kristallkugel greift, musste Kilde nach seinem schweren Sturz in Wengen 2024 seinen Comebackversuch abbrechen, er ging bei den Abfahrten im Rahmen des Weltcupfinals im norwegischen Kvitfjell am Samstag jeweils als Vorläufer an den Start.
Von einem bevorstehenden Karriereende wollte die 31-Jährige allerdings nichts wissen. "Ich fahre Rennen nächstes Jahr, ich höre nicht auf", stellte die Weltcup-Rekordsiegerin am Rande des Weltcupfinals im "ORF" klar, wischte damit sämtliche Spekulationen über ein Karriereende beiseite. Und betonte auch auf ihren Verlobten Kilde angesprochen: "Ich glaube, auch Alex wird im Sommer alles im Training versuchen. Wir haben sicher auch Chancen, da gemeinsam zu trainieren."
Es sei aber verständlich, dass derartige Fragen aufkommen. "Ich komme dem Ende meiner Karriere näher und bei ihm ist es auch so. Da kommen natürlich Fragen auf. Aber das sind alles nur Gerüchte", stellte Shiffrin klar.
Die Abfahrt am Samstag hatte Shiffrin noch ausgelassen, will aber im Super-G am Sonntag und in den Technik-Bewerben Mitte nächster Woche an den Start gehen. Sie nimmt im Gesamtweltcup einen Vorsprung von 95 Punkten auf Emma Aicher mit in die letzten drei Rennen. Die kleine Kristallkugel im Slalom hat die US-Amerikanerin außerdem bereits sicher. 2027 stehen die Ski-Weltmeisterschaften in Crans-Montana in der Schweiz auf dem Programm.