Bayern München-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat die Kritik an den zahlreichen Transfers spanischer Spieler zum deutschen Double-Gewinner zurückgewiesen. Der 58-Jährige griff Journalisten direkt an und warf der Presse mise Berichterstattung vor.
"Ich lese von ´spanischem Aufrüsten´ und von ´spanischer Invasion´. Ich denke, wir sind uns alle einig, dass solche martialischen Begriffe im Sport nichts verloren haben", schrieb Rummenigge im Vorwort des aktuellen Bayern-Magazins. Gegen spanische Transfers zu sein nannte er eine "dumpfe und provinzielle Denkweise".Mit Xabi Alonso, Javi Martinez, Thiago Alcantera, Pepe Reina und Juan Bernat stehen gleich fünf spanische Profis bei den Bayern unter Vertrag.
Rummenigge sprach von einer "schäbigen Kampagne" gegen den FC Bayern und seinen spanischen Coach Pep Guardiola. Dies stehe im "Widerspruch zu Werten wie Respekt, Toleranz und Vielfalt." Weiters kritisierte Rummenigge, dass manch einer Deutschland "schon wieder als Nabel der Fußballwelt zu verstehen" scheint.
"Wir alle wollen ein weltoffenes, ein buntes, ein vielfältiges Deutschland. Doch in einige Redaktionen scheint diese Erkenntnis noch nicht vorgedrungen zu sein. Dort endet die Vielfalt an der Außenlinie des Fußballplatzes", so der Bayern-Vorstand weiter.