"Skandal" in Cortina

Russen-Hymne ertönt nach Gold erstmals seit 12 Jahren

Nach Gold bei den Paralympics ertönt plötzlich wieder die russische Hymne. Die Rückkehr sorgt international für Kritik und neue Diskussionen.
Sport Heute
09.03.2026, 20:03
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Bei den Winter-Paralympics in Italien sorgt eine Siegerehrung für massive Diskussionen. Warwara Worontschichina eroberte im Super-G der stehenden Klasse Gold. Bei der Medaillenübergabe kam es zu einem seltenen Moment.

Zum ersten Mal seit zwölf Jahren ertönte bei einem Großevent wieder die russische Hymne, auch die Flagge wurde gehisst – Russland zählt im Gegensatz zu Olympia bei den Paralympischen Spielen wieder als Vollmitglied. Die Siegerehrung verlief ohne Vorfälle, die Sportlerin erhielt Applaus vom Publikum.

"Es ist so speziell für mich, weil es meine ersten Paralympischen Spiele sind. Mein Traum als Kind ist wahr geworden. Wenn ich meine Flagge sehe, dann ist das sehr speziell", sagte Worontschichina.

Österreichs Para-Athletensprecher Markus Salcher hatte vor Beginn der Spiele gemeint, er würde sich mit dem Abspielen der russischen Hymne "schon schwertun".

Wegen staatlich organisierten Dopings und vor allem wegen des seit vier Jahren andauernden Angriffskrieges von Russland auf die Ukraine durften einzelne russische Sportler in den vergangenen Jahren allenfalls als neutrale Athleten ohne Flaggen, Symbole und Hymne im internationalen Sport antreten.

Das Internationale Paralympische Komitee hob die Suspendierung jedoch auf. Deshalb dürfen russische Athleten bei den Spielen wieder unter ihrer Flagge antreten. Die Entscheidung sorgt international weiterhin für Kritik – mehrere Verbände und Länder hatten bereits im Vorfeld Protest angekündigt.

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