Am Tag, damit Menschen sterben

Russen-Parlamentarier will Raketen auf Europas Fabriken

Ein russischer Duma-Abgeordneter fordert einen Oreschnik-Angriff auf eine Fabrik in Europa – und will dabei gezielt Menschen treffen.
Newsdesk Heute
30.08.2026, 14:11
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Neue Kriegsdrohung aus Moskau! Der russische Duma-Abgeordnete Alexej Schurawljow fordert einen direkten Raketenangriff auf Europa. Ziel soll eine Fabrik sein, in der Drohnen für die Ukraine hergestellt werden.

Schurawljow ist erster stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses der russischen Staatsduma. In einem Interview mit dem russischen Portal "Lenta.ru" erklärte der Politiker nun, wie er sich einen solchen Angriff vorstellt.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

"Ich würde eine der europäischen Fabriken angreifen, in denen Drohnen hergestellt werden, die anschließend auf unsere Städte fliegen", sagte Schurawljow.

"Nicht nur Angst machen"

Als Waffe bringt der Abgeordnete ausgerechnet die russische Mittelstreckenrakete Oreschnik ins Spiel. Russland müsse dem Westen zeigen, wozu die Rakete tatsächlich fähig sei.

Es gehe darum, "nicht nur Angst zu machen", sondern die Fähigkeiten der Waffe in der Praxis zu demonstrieren, erklärte Schurawljow. Dabei sprach er ausdrücklich davon, dass der Angriff "auch ohne nuklearen Sprengkopf" erfolgen könne.

Besonders verstörend ist jedoch der Zeitpunkt, den der Politiker für einen solchen Angriff vorschlägt.

Angriff soll am Tag erfolgen

Schurawljow will die europäische Fabrik nicht in der Nacht angreifen, wenn die Produktionshallen weitgehend leer sind. Stattdessen fordert er einen Angriff am Tag.

Damit könnten sowohl die Produktionsanlagen als auch die dort arbeitenden Spezialisten getroffen werden, argumentierte der russische Abgeordnete. Danach, so seine Hoffnung, würde der Westen russische Warnungen ernster nehmen.

Damit spricht sich ein hochrangiges Mitglied des Verteidigungsausschusses offen für einen russischen Raketenangriff auf europäisches Gebiet und für die gezielte Tötung von Beschäftigten eines Rüstungsbetriebes aus.

Schon früher mit Atomschlag gedroht

Es ist nicht das erste Mal, dass Schurawljow mit drastischen Angriffen auf europäische Staaten droht. Bereits 2022 sorgte der Politiker mit nuklearen Drohungen für internationales Aufsehen.

Damals diskutierte er im russischen Staatsfernsehen einen möglichen Einsatz der Interkontinentalrakete RS-28 Sarmat gegen Europa. "Eine Sarmat und das war's", erklärte er mit Blick auf Großbritannien. Die britischen Inseln würden danach nicht mehr existieren, behauptete Schurawljow.

In der Sendung wurden sogar angebliche Flugzeiten russischer Raketen zu europäischen Hauptstädten präsentiert: Berlin sollte demnach nach 106 Sekunden, Paris nach 200 Sekunden und London nach 202 Sekunden erreicht werden.

Als ein Moderator darauf hinwies, dass ein Atomkrieg auch für Russland verheerende Folgen hätte und womöglich niemand überleben würde, ließ sich Schurawljow von seiner Drohung nicht abbringen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 30.08.2026, 14:11
Weitere Storys