Krieg angeblich nicht schuld

Russen-Wirtschaft im Tief – so erklärt Putin das Minus

Russlands Wirtschaft ist im Vergleich zum Vorjahr geschrumpft. Laut Kreml-Chef Wladimir Putin soll nicht der Krieg schuld daran sein.
Newsdesk Heute
23.03.2026, 19:08
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Lange wollte der russische Machthaber Wladimir Putin nichts von einer Wirtschaftskrise im eigenen Land wissen. Obwohl ihn sein eigener zuständiger Minister warnte, sagte der Kreml-Chef im September 2025 lediglich, dass die Ökonomie im Land eine "sanfte Landung" brauche.

Nun muss sich Putin jedoch eingestehen, dass die russische Wirtschaft nach vier Jahren Krieg gegen die Ukraine ins Minus gerutscht ist. Laut offiziellen Angaben lag Russlands Bruttoinlandsprodukt im Jänner um 2,1 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Skurriler Grund für Minus

Dies verkündete nun auch der russische Machthaber selbst im Zuge einer Regierungssitzung. Auch bei der Industrieproduktion musste man einen Rückgang von 0,8 Prozent hinnehmen. Für diese Zahlen lieferte Putin eine skurrile Erklärung.

Laut dem Kreml-Chef sei die größere Anzahl an Feiertagen schuld an der Misere. Seine Regierung beauftragte Putin damit, Maßnahmen zu treffen, um die Trendumkehr zu bewerkstelligen. Man wolle "auf den Pfad des nachhaltigen Wachstums" zurückkehren.

EU sieht Auswirkung von Sanktionen

Doch was steckt wirklich hinter der taumelnden Wirtschaft Russlands? Wie der "Spiegel" berichtet, konnte Moskau durch die Umstellung auf Kriegswirtschaft den westlichen Sanktionen lange standhalten. Demnach trieb der staatlich finanzierte Rüstungssektor die Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts an.

Im vergangenen Jahr begann die Fassade jedoch zu bröckeln. Vor allem in den zivilen Sektoren machten sich erste Probleme bemerkbar, auch die steigende Waffenproduktion habe dies nicht mehr abfangen können.

Laut dem EU-Sanktionsbeauftragten David O’Sullivan haben auch die Sanktionen der EU "erhebliche Auswirkungen" auf Russlands Ökonomie gehabt.

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