Messenger unter Druck

Russland ermittelt gegen Telegram-Gründer Pawel Durow

Russlands Justiz ermittelt gegen Telegram-Gründer Durow wegen Terror-Unterstützung. Offiziell bestätigt wurden die Vorwürfe bisher nicht.
Digital  Heute
24.02.2026, 21:40
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Der Gründer des Messaging-Dienstes Telegram, Pawel Durow, behauptet, dass er jetzt wegen Terror-Unterstützung von der russischen Justiz ins Visier genommen wird. "Russland hat ein Verfahren wegen Beihilfe zum Terrorismus gegen mich eingeleitet", schrieb Durow direkt auf Telegram.

Laut ihm suchen die russischen Behörden ständig neue Ausreden, um den Zugang zu Telegram einzuschränken: "Bei ihren Versuchen, das Recht auf Privatsphäre und Redefreiheit zu unterdrücken, erfinden die russischen Behörden jeden Tag neue Vorwände, um den Zugang der Russen zu Telegram einzuschränken", so Durow.

Durow ist in Russland geboren, lebt aber im Ausland. Er hat sowohl einen russischen als auch einen französischen Pass. Obwohl sogar der Kreml Telegram nutzt, probieren die russischen Behörden schon seit Jahren, den Dienst zu blockieren. Gemeinsam mit WhatsApp vom US-Konzern Meta ist Telegram in Russland die beliebteste App für Kurznachrichten.

Weigerung, mit den Behörden zu kooperieren

Die Behörden wollen mehr Leute zum staatlich unterstützten Dienst Max bringen, doch das gelingt ihnen kaum. Offiziell wurden die Ermittlungen gegen Durow bisher nicht bestätigt.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow meinte nur, dass Telegram sich weigert, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, und gegen viele Vorschriften verstößt. Staatsmedien in Russland berichten unter Berufung auf den Geheimdienst FSB, dass Durows Weigerung, mit den Behörden zu kooperieren, mehrere Todesfälle bei Terrorangriffen mitverursacht habe.

Der FSB hat Durow schon öfter aufgefordert, den Behörden Zugriff auf verschlüsselte Nutzerdaten zu geben. Seit dem Beginn vom Ukraine-Krieg werden Terrorismus-Vorwürfe in Russland immer öfter genutzt, um gegen Kritiker der Regierung vorzugehen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 24.02.2026, 21:40
Jetzt E-Paper lesen