Nach Telegram-Blockade

Über 100 Millionen betroffen: Russland sperrt WhatsApp

Nach Telegram nimmt Russland nun WhatsApp ins Visier: Der Kreml hat den Messengerdienst für mehr als 100 Millionen Nutzer gesperrt.
Newsdesk Heute
12.02.2026, 13:23
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In Russland ist der Messengerdienst WhatsApp gesperrt worden. Der Kreml bestätigte am Donnerstag offiziell die Blockade der App.

Auf Nachfrage erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, dass "eine solche Entscheidung in der Tat getroffen und umgesetzt" worden sei. Als Begründung nannte er den "Widerwillen" des Unternehmens, sich an russisches Recht zu halten.

Gleichzeitig rief Peskow die Bevölkerung dazu auf, stattdessen die staatliche Plattform Max zu verwenden. Der 2025 eingeführte Dienst ermöglicht neben der Kommunikation auch Zahlungen sowie die Abwicklung staatlicher Dienstleistungen.

Staatliche "Überwachungs-App"

WhatsApp selbst hatte bereits am Mittwochabend im Onlinedienst X auf die drohende Maßnahme reagiert. Das Unternehmen sprach von einem Versuch der russischen Regierung, seine Dienste "vollständig zu blockieren", um Nutzer zur staatlichen "Überwachungs-App" Max zu drängen.

Es sei "ein Rückschritt, der die Sicherheit der Menschen in Russland nur beeinträchtigen kann", mehr als 100 Millionen Nutzer von privater und sicherer Kommunikation abzuschneiden, hieß es weiter. WhatsApp gehört zum Facebook-Mutterkonzern Meta.

Beschränkungen für Telegram

Bereits zuvor hatte die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor Beschränkungen gegen den Onlinedienst Telegram verhängt. Dem Unternehmen wurde ebenfalls vorgeworfen, gegen russisches Recht verstoßen zu haben.

Telegram zählt neben WhatsApp zu den beliebtesten Messengerdiensten in Russland. Die Plattform war bereits im Januar im Land weitgehend blockiert worden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 12.02.2026, 13:39, 12.02.2026, 13:23
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