Timeout

Ryanair-Crew "repariert" Flieger mit Klebeband

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:45

Da dürften es wohl einige der 200 Passagiere an Bord einer Ryanair-Maschine von Stansted (England) nach Riga (Lettland) mit der Angst zu tun bekommen haben. Kurz vor dem Start beobachten sie, wie wie das Bodenpersonal die vordere Scheibe der Pilotenkanzel repariert - mit handelsüblichem Klebeband, berichtet The Sun.

Da dürften es wohl einige der 200 Passagiere an Bord einer Ryanair-Maschine von Stansted (England) nach Riga (Lettland) mit der Angst zu tun bekommen haben. Kurz vor dem Start beobachten sie, wie das Bodenpersonal die vordere Scheibe der Pilotenkanzel repariert - mit handelsüblichem Klebeband, berichtet The Sun.

Trotz vereinzelter Prosteste der Passagiere hob der Flieger ab. Doch etwa 20 Minuten nach dem Start begann sich das Klebeband zu lösen und das Glas zu klappern. Der Pilot reagierte und flog zurück nach Stansted. "Als wir in der Luft waren, sagte der Kapitän, dass wir wegen der beschädigten Scheibe umdrehen müssen", berichtet der Passagier Anthony Neal (33) in der Sun.

Für Wahnsinn hält Ex-Pilot John Guntrip den Vorfall: "Das hätte katastrophal enden können. Hätte sich die Scheibe nur ein bisschen mehr gelöst, hätte der Pilot mitten in der Luft aus dem Flugzeug gesaugt werden können."

Ryanair selbst und auch die Irische Flugaufsichtsbehörde (IAA) versuchen indes zu beruhigen. Das Klebeband sei als "Extra-Sicherheitsmaßnahme" benutzt worden und die Untersuchung des Vorfalls sei abgeschlossen, meint die IAA. Und ein Ryanair-Sprecher erklärt: "Wir kommtentieren solche Routine-Maßnahmen nicht. Alle Ryanair-Flüge entsprechen den gängigen Sicherheitsstandards."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen