Ab dem 21. Mai kommen die allerletzten verbliebenen Saab-Modelle unter den Hammer. Im Werk Trollhättan stehen noch acht Fahrzeuge, die nun online versteigert werden - allesamt Prototypen und Vorserienmodelle aus den Jahren 2014 bis 2018.
Sieben der Fahrzeuge sind vom Typ 9-3. Darunter befinden sich vier Vorserienmodelle aus dem Jahr 2014, zwei davon Aero-Varianten. Die drei 9-3-Prototypen aus 2018 haben es in sich: Einer verfügt über vier Radnabenmotoren, ein weiterer ist ein Elektro-Prototyp mit Reichweitenverlängerer. Besonders spannend: Ein Entwicklungsfahrzeug für autonomes Fahren mit GPS, Lidar und Kameras.
Wie chip.de unter Berufung auf Auto, Motor und Sport berichtet, handelt es sich beim achten Fahrzeug um einen Hengchi 5 - ein elektrisches SUV. Die Auktion läuft bis zum 30. Mai. An diesem Tag öffnet das legendäre Saab-Werk auch für Besucher seine Tore.
Saab startete ursprünglich als Flugzeughersteller und präsentierte 1947 sein erstes Auto. Ab 2000 gehörte die Marke vollständig zu General Motors. Nach der Finanzkrise 2008 wurde Saab 2010 an Spyker verkauft, 2011 folgte die Insolvenz.
2012 übernahm das Unternehmen NEVS (National Electric Vehicle Sweden) die Konkursmasse. Nachdem 2020 der chinesische Konzern Evergrande die Kontrolle übernommen hatte, ist nun auch NEVS insolvent - und die letzten Zeugen der Saab-Ära kommen unter den Hammer.