Vor wenigen Wochen schien die Zukunft von Marcel Sabitzer bei Borussia Dortmund noch ungewiss. Mit Giannis Konstantelias holte der BVB für 26 Millionen Euro einen neuen Mann für das Mittelfeld, der den Konkurrenzkampf für den ÖFB-Star zusätzlich verschärfte.
Jetzt hat sich die Situation schlagartig verändert. Konstantelias zog sich bei seinem Bundesliga-Debüt gegen den HSV einen Kreuzbandriss im linken Knie zu und wird mehrere Monate fehlen. Für Sabitzer dürfte sich damit die Aussicht auf deutlich mehr Einsatzzeit erhöhen.
Besonders bitter: Der 23-jährige Grieche hatte einen Traumstart im Dortmund-Trikot hingelegt. Beim 2:0-Heimsieg gegen Hamburg erzielte er unmittelbar vor der Pause das 1:0. Nur wenige Minuten nach Wiederbeginn folgte der Schock. Nach einem Zweikampf mit Bakery Jatta griff sich Konstantelias ans linke Knie und konnte nicht weitermachen. Ausgerechnet Sabitzer ersetzte seinen direkten Konkurrenten.
Schon unmittelbar nach dem Spiel waren die Sorgen beim BVB groß. Trainer Niko Kovac erklärte: "Der Doktor hat es (das Knie, Anm.) getestet und er hat kein gutes Gefühl. Wir werden morgen eine MRT-Untersuchung haben. Wir gehen von einer schweren Knieverletzung aus. Es ist sehr traurig." Auch Sport-Geschäftsführer Lars Ricken hatte bereits eine düstere Vorahnung: "Wir befürchten tatsächlich das Schlimmste."
Am Sonntag folgte die bittere Diagnose. Konstantelias hat sich das vordere Kreuzband im linken Knie gerissen. Der Sommer-Neuzugang wird dem BVB damit mehrere Monate fehlen.
"Giannis Konstantelias suffered an ACL tear in his left knee during his Bundesliga debut against Hamburger SV last Saturday and will therefore be out for several months. The entire BVB family stands behind you, Giannis! You will come back stronger!", teilte Dortmund mit. Für den Griechen ist es ein brutaler Rückschlag unmittelbar nach seinem Wechsel von PAOK. Für Sabitzer verändern sich dagegen die sportlichen Vorzeichen.
Durch die Verpflichtung von Konstantelias war der Konkurrenzkampf im Dortmunder Mittelfeld noch einmal deutlich größer geworden. Damit standen auch Fragezeichen hinter der Rolle des 32-jährigen Österreichers.
Nun fällt einer seiner direkten Konkurrenten langfristig aus. Schon gegen Hamburg war Sabitzer der erste Mann, den Kovac nach der Verletzung des Griechen brachte.