Es ist eine österreichweite Premiere: Als erstes Bundesland händigt die Steiermark die Sachleistungskarte auch an Vertriebene aus. Bereits im November des Vorjahres erhielten Asylwerber in der Grundversorgung die Bezahlkarten.
So konnten bisher 963 Menschen, die in organisierten Quartieren und privaten Unterkünften wohnen, in das System eingebunden werden. Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, soll nun die nächste Phase des Projekts starten.
Demnach sollen nun auch 5580 Personen mit Vertriebenenstatus Sachleistungskarten erhalten. Vor allem soll dies Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine betreffen. Laut dem Bericht sollen bereits 57 Karten an Quartiergeber ausgegeben worden sein – 600 sollen am Donnerstag folgen.
Bis Ende April sollen die Bezahlkarten dann mit Guthaben befüllt und für die Nutzung freigegeben werden. Gegenüber der "Kleinen" betonte der zuständige Soziallandesrat Hannes Amesbauer (FPÖ), dass die Steiermark als erstes Bundesland Vertriebene in das Sachleistungssystem aufnimmt.
Amesbauer sprach diesbezüglich von einem "Gebot der Fairness gegenüber den hart arbeitenden Steirern". Diese hätten das Grundversorgungssystem zuletzt mit "rund 70 bis 90 Millionen Euro im Jahr" finanzieren müssen. Bis zum Ende des dritten Quartals 2026 sollen alle Ukrainer in der Steiermark eine Sachleistungskarte erhalten haben.