In den steirischen Spitälern ändert sich der Ablauf in den Ambulanzen. Künftig haben Patienten die Wahl, wie sie aufgerufen werden möchten – das berichtet die "Kleine Zeitung".
Statt ausschließlich mit Namen können sie sich nun auch anonym über eine Zahlenkombination aufrufen lassen. Dieses neue System wird von der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (Kages) eingeführt, heißt es in dem Bericht.
Anlass für die Umstellung ist der Europäische Tag der Patientenrechte am 18. April. Seitdem gilt die neue Regelung: Jeder Patient kann selbst entscheiden, ob sein Name oder eine Nummer am Monitor erscheint.
Die anonyme Variante soll den Datenschutz stärken. Die Zahlenkombination enthält keine persönlichen Informationen und lässt keine Rückschlüsse auf die Identität zu. Wer diese Option nutzen möchte, muss das einmal bei der Anmeldung bekanntgeben und die E-Card vorlegen.
Die Entscheidung wird gespeichert und gilt auch für zukünftige Besuche in allen Kages-Spitälern. "Es ist uns ein großes Anliegen, die Privatsphäre der Patientinnen und Patienten bestmöglich zu schützen", sagt Alexandra Smon-Stocker von der Kages zur "Kleinen Zeitung".
Die Neuerung allen Landeskrankenhäusern in der Steiermark sei eine "praktikable Lösung", die Datenschutz und einen reibungslosen Ablauf verbinde.
Die Diskussion über den Umgang mit Patientendaten ist nicht neu. Namen dürfen zwar grundsätzlich genannt werden, sensible Informationen wie Diagnosen oder Behandlungen müssen jedoch geschützt bleiben.