Über Niederösterreich liegt derzeit eine enorme Menge an Saharastaub, so ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber. Aber keine Sorge: Lediglich ein ganz kleiner Teil des Staubs schafft es überhaupt bis zum Boden. Der größte Anteil werde weiter getragen und verstreut sich in der Atmosphäre. Spätestens am Freitag sollte der Saharastaub dann wieder Geschichte sein.
Laut Oberhuber "sind tatsächlich 10.000 bis 20.000 Tonnen Staub gerade über Niederösterreich", so zu "ORF NÖ". Derzeit sei der Staub höher in den Luftschichten als bei ähnlichen Ereignissen. Daher ist die Trübung am Boden nicht so stark zu bemerken. "Wenn sich Niederschlag sammelt und herunterfällt, nimmt dieser Regen einen Teil des Staubes mit", erklärt Oberhuber. Das sorgt für die schmutzigen Regenflecken auf Autos, Fenstern und anderen Oberflächen, die viele am Dienstag gesehen haben.
Experten warnen: Beim Putzen nicht überstürzt handeln. Der Staub kann wie Schleifpapier sein und zu Beschädigungen am Lack führen. Am besten zuerst mit viel Wasser den groben Schmutz abwaschen, dann mit einem Schwamm oder Tuch putzen – "ORF NÖ" berichtete.
ÖAMTC-Techniker Florian Merker rät auf der Website des Autofahrerclubs (Stand: April 2025) bei einer solchen Situation: "Hat sich der Sand dann mal gesetzt, empfiehlt sich zeitnah eine gründliche Autowäsche, um Lackschäden vorzubeugen". Der Innenraum- oder Pollenfilter können ebenfalls davon betroffen sein. Wenn der Filter schon länger nicht getauscht wurde, wäre im Frühjahr ein guter Zeitpunkt.
Am besten fährst du mit deinem Auto in die Waschanlage. "Im Fall von Saharasand besteht bei einer Wäsche per Hand die Gefahr, dass bei zu wenig Wasser die feinen Sandpartikel im Schwamm Kratzer im Lack hinterlassen", so auf der ÖAMTC-Website. Die Waschanlage, vor allem mit Vorwäsche, schont den Lack mehr.
Nach der Wäsche sollte der Lack und Glas auf Schäden kontrolliert werden. Wenn man etwas findet, gleich ausbessern, damit keine teureren Folgeschäden entstehen. Auch die Wischblätter sollte man checken.
Weil in dieser Zeit viele Autos im Freien stehen und gleichzeitig schmutzig werden, werden die Schlangen vor den Waschstraßen und -boxen wohl länger sein. Wenn möglich, sollte man versuchen, die Stoßzeiten zu meiden.