Mit dem Ende der Winterausrüstungspflicht rückt für viele Autofahrer der Reifenwechsel näher. Doch laut ÖAMTC besteht kein Grund zur Eile – entscheidend ist nicht das Datum, sondern das Wetter.
Am 15. April 2026 endet die situative Winterreifenpflicht, eine Verpflichtung zum Umstieg auf Sommerreifen gibt es jedoch nicht. ÖAMTC-Reifenexperte Steffan Kerbl stellt klar: "Mit einem Wechsel auf Sommerreifen muss man sich aber nicht beeilen – eine Sommerreifenpflicht gibt es nicht und Winterreifen halten frühlingshafte Temperaturen problemlos aus."
Viel wichtiger sei die tatsächliche Wetterlage. Gerade im April könne es vor allem in höheren Regionen morgens noch frostig werden. "Im April kann es speziell in höheren Lagen in der Früh immer noch sehr kalt werden. Erst, wenn die Temperaturen über einen längeren Zeitraum konstant im zweistelligen Bereich liegen, sind Sommerreifen die bessere Wahl."
Auch wer noch ältere Winterreifen montiert hat, muss nicht sofort handeln. Liegt die Profiltiefe nahe am gesetzlichen Minimum von vier Millimetern, sollten diese zwar im kommenden Winter nicht mehr verwendet werden – für die Übergangszeit können sie aber noch genutzt werden. "Diese alten Winterreifen kann man durchaus noch einige Zeit 'zu Ende fahren' und den Wechsel auf Sommerreifen hinauszögern."
Spätestens bei deutlich wärmeren Temperaturen empfiehlt sich jedoch ein Wechsel. "Spätestens bei sommerlichen Temperaturen jenseits der 25 Grad sollten aber Sommer- oder Ganzjahresreifen aufgezogen werden. Dann bauen Winterreifen im Vergleich aufgrund der weicheren Mischung deutlich ab", erklärt der Techniker des Mobilitätsclubs.