Nach wochenlanger Kälte kehren endlich frühlingshafte Temperaturen zurück. Doch wer am Sonntag gen Himmel blickt, könnte enttäuscht sein: Eine Schicht aus feinstem Wüstenstaub aus der Sahara trübt die Sicht und sorgt für einen milchig-diesigen Himmel.
Der Staub zieht über Österreich hinweg Richtung Süddeutschland. Die Höchstwerte liegen zwischen 13 und 20 Grad, doch die erhoffte Frühlingssonne wird durch den Wüstenschleier gedämpft.
Wie spiegel.de berichtet, kann der Wind in der Sahara so stark wehen, dass er riesige Mengen Sand aufwirbelt und in Höhen von zwei bis zehn Kilometern trägt. Dort kann der Staub laut Deutschem Wetterdienst (DWD) monatelang schweben, ohne herunterzufallen.
"Der Staub ist nicht toxisch", sagt Andreas Walter, Meteorologe beim DWD. Er enthalte aber kleine Partikel, die in die Lunge eindringen können. "Man muss schon ein wenig aufpassen", warnt der Experte.
Vor allem Jogger und Freiluftsportler sollten sich "nicht allzu lange - also über mehrere Stunden" im Freien anstrengen. Bei vorerkrankten Menschen könne das zu Beschwerden in den Atemwegen führen. Auch Allergiker sollten an diesen Tagen besonders vorsichtig sein.
Der rötliche Staub setzt sich auch auf Autos ab und kann den Lack beschädigen. Wichtig: Den Staub nicht trocken abwischen, sondern das Auto in einer Waschanlage reinigen lassen.
In den kommenden Tagen sollte sich die Lage wieder entspannen. Bis dahin heißt es: Den Frühling genießen, aber mit etwas Vorsicht.