Im Supermarktregal reihen sich klassische Schlagsahne, Kochsahnen, Cremes "zum Verfeinern" und pflanzliche Schlagcremes aneinander. Sie alle wirken nach außen wie echte, gute Sahne. Im Becher steckt jedoch meist mehr Technik als Milch.
Verdickungsmittel wie Johannisbrotkern- oder Guarkernmehl sorgen für cremige Konsistenz. Emulgatoren verbinden Fett und Wasser, Stabilisatoren wie Carrageen (E 407) halten die Emulsion stabil. Aromen und Salz runden den Geschmack ab.
Der angebliche Vorteil von weniger Fett steht dabei oft einer deutlich längeren Zutatenliste gegenüber, heißt es auf Chip.de. Häufig seien diese Produkte ernährungsphysiologisch nicht wirklich besser, sondern lediglich technisch anders konstruiert.
Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich: Reine Sahne gibt es noch, oft nur mit dem Hinweis "pasteurisiert" oder "ultrahocherhitzt". Bei haltbarer Sahne im Tetra Pak oder Sprühsahne ist das allerdings selten der Fall.
Der Zusatzstoff Carrageen (E 407), aus Rotalgen gewonnen, dient als Verdickungs- und Geliermittel. Die EFSA stuft ihn in erlaubten Mengen als unbedenklich ein. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung weist aber auf mögliche entzündliche Effekte bei bestimmten Abbauformen hin.
Bei Produkten mit Namen wie "Kochcreme", "Cremefine", "Cuisine" oder "pflanzliche Schlagcreme" handelt es sich meist um hochverarbeitete Industrie-Mischungen. Faustregel: Je länger die Zutatenliste, desto stärker verarbeitet ist das Produkt. Verlässliche Infos liefert nur die Zutatenliste auf der Rückseite.