Am Samstag, 25. April, klettert das Thermometer auf bis zu 24 Grad in Wien – der perfekte Start für das Schönbrunner Bad in Wien-Hietzing. Pünktlich um 8.30 Uhr werden die Tore geöffnet, für Weicheier ist das Wasser allerdings nicht – es hat knackige 19 bis 20 Grad!
"Vielleicht einen Neopren-Anzug mitnehmen,", lacht Betreiber Marco Ebenbichler im "Heute"-Gespräch, "das machen ja schon viele. Wenn man einen hat, ist man sicher nicht allein." Drei Tage dauert es, bis die Becken – es gibt etwa ein 50 Meter langes Sportbecken – voll sind. Damit das Wasser nicht noch kälter ist, wird es auch geheizt.
Der gebürtige Tiroler und sein Team waren sehr fleißig, um das Bad betriebsfertig zu machen. "Seit 1. März laufen die Vorbereitungen und die Renovierungsarbeiten. Der strenge Winter hat uns zugesetzt. Einige Leitungen sind geplatzt, da offenbar noch Wa sser drinnen war. Auch den Boden rund um das Becken hat es erwischt. Wir sind ehrlich gesagt froh, dass wir noch fertig geworden sind", meint Ebenbichler.
Die Teuerungen der vergangenen Jahre sind auch am Schönbrunner Bad nicht spurlos vorübergegangen. Der Tageseintritt für Erwachsene wurde von 19 Euro auf 20 Euro, die Saisonkarte um über 20 Euro auf 335 Euro erhöht. Schüler, Jugendliche und Studenten bis 28 Jahre zahlen für die Tageskarte 16 Euro.
"Wir haben die Preise 2025 nicht angepasst, heuer war das leider nicht mehr möglich, obwohl ich so lange wie möglich, unter 20 Euro bei der Tageskarte bleiben wollte. Aber die Kosten sind insgesamt so gestiegen – zum Beispiel beim Diesel für den Hochdruckreiniger –, dass wir die Preise um etwa fünf bis sechs Prozent erhöhen mussten", so der Freibad-Betreiber.
Hinzu kommt, "dass die vergangene Saison nicht gerade berauschend war", so Ebenbichler. Auch Poolparty wird es heuer keine geben. Die Besucher, die das ruhige Ambiente des Bades mitten im Schönbrunner Schlosspark zu schätzen wissen, werden sich trotzdem nicht vom Sprung ins kühle Nass abhalten lassen.