Die Wiener Bäder läuten die Sommersaison 2026 mit einem umfangreichen Paket an Neuerungen ein – von neuen Ticketmodellen über digitale Services bis hin zu längeren Öffnungszeiten und frisch sanierten Anlagen.
Rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in den vergangenen Wochen dafür gesorgt, dass die 10 städtischen Freibäder, 9 Kombibäder und 11 Familienbäder rechtzeitig startklar sind. Insgesamt wurden 900.000 Quadratmeter Fläche und 73 Schwimmbecken überprüft, gewartet und auf Vordermann gebracht. Startschuss ist am 2. Mai.
"Während vielen Bädern in anderen österreichischen Gemeinden das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht, garantieren wir in Wien trotz angespannter Budgetlage auch 2026 den Betrieb aller städtischen Standorte", sagt Klima- und Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ).
Gleichzeitig kündigte er Sparmaßnahmen von rund 2,3 Millionen Euro an – ohne Einschränkungen für Badegäste. "Besonders wichtig ist mir der Erhalt der Leistbarkeit unserer Bäder. Deshalb gibt es auch künftig von meiner Seite ein klares Nein zu Privatisierungen, denn nur Bäder in öffentlicher Hand sind leistbare Bäder", so Czernohorszky.
Ein neuer "Code of Conduct" soll für mehr Sicherheit sorgen. Czernohorszky stellt klar: "In Wiens Bädern sollen sich alle Gäste wohl und sicher fühlen; sexuelle Belästigungen jeder Art haben keinen Platz und werden mit unbefristetem Haus- und Badeverbot sanktioniert. Bei den Wiener Bädern herrscht Null Toleranz gegenüber sexuellen Belästigungen jeder Art."
Mehrere Anlagen wurden modernisiert, neue Rutschen installiert und Bauprojekte laufen weiter. Im Herbst 2025 wurde mit dem Bau einer weiteren Schwimmhalle im Höpflerbad begonnen. Im heurigen Sommer wird mit der Sanierung des Bezirkshallenbades in Hietzing (Fertigstellung Herbst 2027) begonnen, die Wiedereröffnung der Schwimmhalle in Döbling ist für Herbst 2026 geplant. Im Jörgerbad werden ab 3. Juli ebenfalls umfangreiche Sanierungs- und Verbesserungsarbeiten am Standort durchgeführt. In den Freibädern Ottakring, Döbling und Großfeldsiedlung wurden die Wasserrutschen erneuert.
Auch Kultur soll nicht zu kurz kommen – mit Theater, Musik und Jubiläumsfesten in verschiedenen Bädern.
Die Stadt setzt zudem auf Energiesparprogramme. Ziel: weniger Energieverbrauch, geringere Kosten und Klimaschutz. Laut Angaben der Bäder sollen dadurch jährlich rund 4,7 Millionen Euro eingespart werden.