Saisonale Anpassungen

Saunen schließen – Spardruck trifft die Wiener Bäder

Wegen steigender Kosten kürzen die städtischen Bäder Öffnungszeiten, Saunen und Angebote – doch geschlossen wird kein einziges Bad.
Wien Heute
18.01.2026, 11:45
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Der Spardruck macht auch vor den Wiener Bädern nicht halt. Steigende Kosten und ein angespanntes Budget zwingen die Stadt zu Einschnitten – dennoch: Kein einziges der 38 städtischen Bäder wird 2026 geschlossen. Möglich machen das zahlreiche Sparmaßnahmen, die heuer rund 2,3 Millionen Euro bringen sollen.

Stadt setzt Sparmaßnahmen

Klar ist: Die Gäste werden die Änderungen spüren. Öffnungszeiten werden angepasst, Saunen machen früher Pause und manche Angebote gibt es nur noch saisonal. Trotzdem verspricht die Stadt, dass Sicherheit, Sauberkeit und Leistbarkeit nicht leiden sollen.

Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) betont: "Während Bäder in anderen österreichischen Gemeinden das Wasser buchstäblich bis zum Hals steht und mitunter sogar schließen müssen, garantiert Wien auch 2026 den Betrieb aller städtischen Standorte. Dennoch müssen auch die Bäder dabei unterstützen, die Budgetlage aufzubessern – und das passiert mit einer Reihe an gut durchdachten Maßnahmen."

Weniger Angebot im Sommer

Konkret wird vor allem im Sommer der Sparstift angesetzt. In mehreren Kombibädern (Simmering, Ottakring, Großfeldsiedlung und Donaustadt) schließen die Saunaabteilungen von Anfang Mai bis Mitte September. Auch reine Saunabäder sperren heuer früher zu und bleiben länger geschlossen.

Saison-Verkürzung bei Saunabädern:

  • Saunabäder: Saisonende 15. Juni statt wie bisher 8. Juli. Die Saunabäder bleiben bis 13. September geschlossen.
  • Die Saunaabteilungen der Kombibäder (11., Simmering; 16., Ottakring; 21., Großfeldsiedlung und 22., Donaustadt) sind vom 2. Mai bis 13. September geschlossen.
  • Die Saunabteilungen in den Hallenbädern (10., Amalienbad; 14., Hütteldorfer Bad (HUE) und 21., Floridsdorfer Bad (FLO) sowie Kombibädern (12., Theresienbad (THE) und 20., Brigittenau (BRI)) bleiben geöffnet.

Personaleinsparungen

Familienbäder öffnen im Mai und Juni erst ab 13 Uhr statt wie bisher ab 10 Uhr. In Kombibädern gibt es Tickets im Sommer nur noch an der Freibadkassa, der Zugang zu Hallen erfolgt über den Außenbereich.

Durch diese saisonalen Anpassungen braucht es weniger Personal – rund 50 Saisonkräfte fallen weg. Die Stadt betont allerdings, dass die Beckenaufsicht und die Sicherheit der Badegäste davon nicht betroffen sind.

Sparen auch hinter den Kulissen

Zusätzlich wird bei Energie und Instandhaltung gespart. Dank Wärmepumpen, Photovoltaik und effizienterer Technik sollen die Energiekosten sinken. Kleinere Reparaturen erledigt vermehrt eigenes Personal, nicht dringende Arbeiten werden verschoben.

Für Czernohorszky ist klar, warum trotz Sparpaket an den Bädern festgehalten wird: "Gerade in einer solchen Phase wird sichtbar, wie wichtig und richtig es war und ist, sich gegen Privatisierungen öffentlicher Dienstleistungen zu stemmen."

Bauen und Schwimmen geht weiter

Trotz Spardruck werden laufende Bauprojekte nicht gestoppt. Neue Schwimmhallen und Sanierungen – etwa im Jörgerbad oder im Höpflerbad – laufen weiter. Auch die beliebten Sommerschwimmkurse bleiben und sollen sogar ausgebaut werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 18.01.2026, 15:44, 18.01.2026, 11:45
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